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Verkaufsoffen

Sonntags-Shopping in Hannover ganz entschleunigt

Shoppen und Staunen: Auf der Aktionsfläche am Kröpcke zeigten beim verkaufsoffenen Sonntag unter anderem BMX-Fahrer ihre Künste.

Shoppen und Staunen: Auf der Aktionsfläche am Kröpcke zeigten beim verkaufsoffenen Sonntag unter anderem BMX-Fahrer ihre Künste.

Hannover.„Ein perfekter Tag“ – so hatte die City-Gemeinschaft für den verkaufsoffenen Sonntag geworben. Offenbar gibt es da Menschen mit hellseherischen Fähigkeiten, denn am Ende war der Tag zumindest für den Einzelhandel perfekt. Die ersten Messegäste mischten sich unter Familien und Paare. In der Frühlingssonne waren viele mit dem Rad unterwegs, nutzten Möglichkeiten wie Wäsche oder Check-up.

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„Unsere Erwartungen haben sich voll erfüllt“, strahlte Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft. Gut eine viertel Million Menschen sei in der Innenstadt unterwegs gewesen. Die zeigte sich ganz international – auch mit den Willkommensbannern zur Hannover Messe, die am Abend zuvor gehisst worden waren.

Auch OB Stefan Schostok und die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette kamen zu dem Event. Der eine, um auf der Hauptbühne am Kröpcke mit Weltmeisterschafts-Teilnehmern, Europameistern, Deutschen Meistern im BMX und Trialfahren zu plaudern.

Seine Stellvertreterin eröffnete den für die Georgstraße nicht alltäglichen Wochenmarkt. Die frischen regionalen Produkte, so die Hoffnung von Tegtmeyer-Dette, sollen Appetit auf mehr wecken: „Das könnte Schwung für die Märkte in den Quartieren bringen.“ Manch einer, der eigentlich nach Frühjahrskleidung gucken wollte, kehrte mit einem Strauß Osterglocken oder Töpfen mit Ranunkeln und Primeln heim.

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Trotz viel Gedränge auf den Straßen ließ es sich mal ganz entschleunigt shoppen. Die Verkäuferinnen nahmen sich Zeit und zeigten gute Laune. Schon das lässt laut Prenzler den Umsatz meistens steigen. In den großen Warenhäusern dürfte vor allem der Absatz von Souvenirs rasant in die Höhe gestiegen sein. Die Verkaufsständer in den Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen waren umringt von Gästen aus Fernost. In good old Germany kaufen sie auch gern Messer oder andere Haushaltswaren.

Schade nur, dass die Sonntagsöffnung gerade in der Altstadt kaum genutzt wird. Da gleicht das Angebot einem Flickenteppich – hier ist ein Geschäft geöffnet, die nächsten drei sind dicht. „Wir können keinen zur Beteiligung zwingen“, so Prenzler. Das Event „Altstadt elektrisiert“ an der Marktkirche, wo man auf einem E-Bike-Parcours mit Pedelecs, Segways und vielen Lastenrädern starten konnte, habe nicht weit genug ausgestrahlt. Der Parcours selbst war gut gefragt. „Fünf Minuten Training reichen, und Sie können Probe fahren“, warb Thorald Abramowski für das Segway-Testen.

Am Ende war es ein perfekter Tag auch für Helene Moennig. Die Neunjährige war mit Mutter Monika unterwegs, um Ballerinas für die Kommunion zu kaufen. Füße sehr schmal, Traumfarbe nicht zu haben – doch am Ende fand sich ein goldenes Schmuckstück. Was will (junge) Frau mehr?

Von Vera König

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