Neuer Song

So klingt „San Francisco“ aus Hannover

Musikalisches Dreigestirn: (von links) Stavros Ioannou, Bendix Amonat und Ferry Ghods.

Musikalisches Dreigestirn: (von links) Stavros Ioannou, Bendix Amonat und Ferry Ghods.

Hannover. Solche Erfahrungen mit Musik habe diese Drei schon des öfteren gemacht: Bei der Produktion von Songs haben sie Melodien, Beats und Refrains so oft gehört, dass sie ihnen irgendwann zum Hals raushingen. "Bei dieser Nummer ist das überhaupt nicht so, die vermittelt einfach nur gute Laune. Das ist besonders", erklärt Ferry Ghods (53). Der Künstler und Clubbetreiber hat mit Stavros Ioannou (51) und Bendix Amonat (41) gerade einen neuen Song veröffentlicht – "San Francisco".

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Seit mehreren Jahren haben die Musiker immer wieder mal an dem Track herumgebastelt und ihrem "Herzensprojekt", wie sie es nennen, nach und nach mehr Leben eingehaucht. "Es ist toll, den Song ohne irgendwelche Entscheidungsträger produziert zu haben", erläutert Amonat, der in seinem Studio auf dem Gelände der Eisfabrik viele Auftragsproduktionen umsetzt – "so, wie es der Kunde haben möchte". Es besteht immer die Gefahr, dass man "Musik irgendwann rein analytisch und technisch hört, sie verliert dann allerdings an Zauber. Unser Song ist in der Musiktheorie nicht kompliziert, dafür aber sehr schön."

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Nun haben die Künstler also einen Song ganz nach ihrem Geschmack geschaffen: „Wir waren frei, das zu machen, was wir für richtig halten – und das in schöner Atmosphäre“, sagt Ioannou, der schon mit Superstars wie Missy Elliott (50), Simple Minds und Tom Jones (81) gearbeitet hat. Der 51-Jährige ist glücklich mit dem Debüt, das er mit seinen beiden Freunden und Partnern veröffentlicht hat: „Es gibt Stücke, von denen ich sage: Dieses Kind ist einfach schön. ,San Francisco’ gehört definitiv dazu.“

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Dass das Lied nun nach der kalifornischen Metropole benannt wurde, ist eher Zufall: „Wir probieren viel aus und schauen dann, woran uns die Musik erinnert. Die Assoziation kommt dann von ganz alleine. Und in diesem Fall war es San Francisco.“ Die Klänge des souligen Sechsminüters könnte man tatsächlich locker in der legendäre Krimiserie „Die Straßen von San Francisco“ aus den 1970er Jahren verorten, als Michael Douglas (77) als Inspector Steve Keller das Verbrechen in der Stadt mit der Golden Gate Bridge bekämpft hat.

Erster Streich: „San Francisco“.

Erster Streich: „San Francisco“.

Das Wahrzeichen ist sogar in einem kurzen Teaservideo zum Song zu sehen. Ioannou: „Der Song vermittelt das Gefühl von Freiheit. Man bekommt gleich Lust, sich ins Cabrio zu setzen und dem Sonnenuntergang entgegenzufahren.“ Im Video sind neben typischen Straßenzügen und Vierteln auch die Gesichter der drei Macher zu sehen – „wie Hitchcock in seinen Filmen kommen wir immer mal cameomäßig vor“, so Ioannou lachend.

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Die Veröffentlichung soll nämlich keine einmalige Angelegenheit sein: „Wir planen eine lose Reihe, wollen vielleicht alle zwei Monate ein neues Lied herausbringen. Es gibt noch so einige, die noch nicht das Licht der Welt erblickt haben“, verrät Bendix Amonat. Fest steht auch, dass der Titel jedes Mal ein Städtename ist – was ein wenig an die bunte Bankräuberbande aus „Haus des Geldes“ erinnert.

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„San Francisco“ kommt im „Monkeys“ schon mal gut an

Bei dem hannoverschen Trio sind die Rollen ähnlich verlässlich verteilt: Ghods hat das Gespür für Beats und Melodien, Amonat liefert all das, was er an seinen Tasteninstrumenten so beherrscht, Ioannou steuert Gitarrenklänge bei. "Das Lied schreit jetzt nur noch nach Vocals", findet Ferry Ghods. Der "Monkeys"-Betreiber hat "San Francisco" in seinem Club am Raschplatz auch schon erprobt: "Ich bin auf die Nummer angesprochen worden, Gäste wollten wissen, was das ist."

Besuch im Studio: (von links) Ferry Ghods, Stavros Ioannou, Bendix Amonat mit NP-Reporterin Mirjana Cvjetkovic an der Seilerstraße in der Südstadt.

Besuch im Studio: (von links) Ferry Ghods, Stavros Ioannou, Bendix Amonat mit NP-Reporterin Mirjana Cvjetkovic an der Seilerstraße in der Südstadt.

Bisher ist der Song bei Streamingdiensten wie Spotify, Apple Music und Co verfügbar, nicht ausgeschlossen, dass etwas auf Vinyl erscheint. „Vielleicht wenn wir zwei, drei Songs zusammenhaben“, überlegt Ferry Ghods. Nicht nur er als Musikliebhaber und DJ mag Schallplatten, auch Gäste, die ihre Volljährigkeit vor etwas längerer Zeit gefeiert haben, wollen Musikprodukte in den Händen halten und nicht irgendwo im Smartphone versteckt wissen.

Vielleicht spielen die Macher ihre Nummern wieder live: So wie im Sommer 2020, als sie beim „Royal Soul Jam“ bei der Veranstaltungsreihe „Sommernächte im Gartentheater“ aufgetreten sind – coronabedingt damals nur in kleinem Kreis.

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