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Unfall Vahrenwalder

Radfahrer-Petition: „Rote Farbe reicht uns nicht“

Rot markiert: Die Radwege über die Unfallkreuzung Vahrenwalder Straße/Industrieweg. Vielen Radfahrern reicht das aber nicht. Sie fordern, dass in ganz Hannover die Ampelschaltungen neu justiert werden müssen.

Rot markiert: Die Radwege über die Unfallkreuzung Vahrenwalder Straße/Industrieweg. Vielen Radfahrern reicht das aber nicht. Sie fordern, dass in ganz Hannover die Ampelschaltungen neu justiert werden müssen.

Hannover.Der Unfall eines elfjährigen Jungen, der im April 2018 an der Vahrenwalder Straße von einem rechtsabbiegenden Lastwagen überrollt wurde, war gerade für Radfahrer ein Schock. Einige von ihnen setzen sich für ein grundsätzliches Umdenken in Sachen Ampelschaltung ein. 2722 Unterschriften unter eine Petition an Hannovers Rat haben sie zusammengetragen – und am Freitag im Rathaus Bürgermeisterin Regine Kramarek übergeben.

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Der Rat hat nach dem Unfall an der Ecke Vahrenwalder Straße/Industrieweg zwar schon beschlossen, dass Radwege auf Kreuzungen rot markiert werden sollen. An einigen Stellen ist das auch schon geschehen. „Aber rote Farbe reicht uns nicht“, stellt Gerd Reincke klar, einer der Initiatoren der Petition, die die Überschrift „Hannovers Ampelschaltungen gefährden Leben“, trug.

Für mehr Sicherheit: 2722 Unterschriften wurden im Rathaus an Bürgermeisterin Regine Kramarek übergeben. Das Motto der Petition: „Hannovers Ampelschaltungen gefährden Leben“.

Für mehr Sicherheit: 2722 Unterschriften wurden im Rathaus an Bürgermeisterin Regine Kramarek übergeben. Das Motto der Petition: „Hannovers Ampelschaltungen gefährden Leben“.

Damit sich das ändert, soll die Stadt an ihren Ampeln nicht mehr gleichzeitig Grün für Rechtsabbieger und geradeaus fahrende Radfahrer schalten. „Die Ampelphasen müssen voneinander getrennt werden“, fordert Reincke, der sich nicht auf die Einführung von Abbiegeassistenten bei Lkws verlassen will. „Das würde sehr lange dauern“, sagt er.

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Stadt will Ampelschaltungen so lassen wie sie ist

Die Forderung an die Stadt, die Ampelschaltungen zu ändern, ist nach dem Unfall an der Vahrenwalder Straße bereits mehrfach aufgetaucht, auch durch den Fahrradclub ADFC. Die Stadt sah bisher jedoch keinen Grund, diese umzustellen und beruft sich auch auf ein Gutachten, das sie nach dem Unfall hat erstellen lassen. Der ADFC hat es mittlerweile einsehen dürfen – und kommt zu anderen Schlüssen. Er glaubt, dass sich dadurch sehr wohl die Sicherheit verbessern würde.

Die grüne Bürgermeisterin Kramarek bedankte sich für das Engagement der Organisatoren der Petition. Inhaltlich nahm sie dazu allerdings keine Stellung. Ihr Amt verpflichte sie zur Neutralität, betonte sie. Allerdings versprach sie, dass der Rat über die Petition informiert werde.

Von Christian Bohnenkamp

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