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Bewerbungs-Video

Poesie für Berlin: Thommi Baake will „Parlamentspoetin“ werden

Humorvoll: Thommi Baake hat sich als Parlaments-Poetin in Berlin beworben.

Humorvoll: Thommi Baake hat sich als Parlaments-Poetin in Berlin beworben.

Hannover.Die Stimme: getragen. Die Haltung: staatsmännisch. Der Tonfall: bedeutungsvoll. Thommi Baake (58), der sich selber „Showfachmann“ nennt, hat ein Video nach Berlin geschickt – er will „Parlamentspoetin“ werden. Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (55) von den Grünen hatte vorgeschlagen, diesen Posten nach Vorbildern in Kanada, USA und England zu besetzen.

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Gut drei Minuten dauert Baakes Bewerbungsvortrag, den er scheinbar aus einem dicken „Bürgerlichen Gesetzbuch“ vorträgt. Und dass er es nicht ganz ernst meint, sieht man auf den ersten Blick: „Das ist eine spannende Aufgabe, ich belächle das gar nicht“, beteuert er. „Aber mein Video ist natürlich Satire. Ich habe vorher einfach das Wort ,Poet’ gegoogelt.“ Und kam so auf das klassisch-klischeehafte Outfit mit Baskenmütze, Karo-Sakko und lässig um den Hals geschlungenem Schal.

Thommi Baake: „Politik in Poesie und Prosa gießen“

„Ich will politische Debatten in Poesie und Prosa gießen“, deklamiert der Mann, der seit 20 Jahren Hannover mit seinen „Super-8-Abenden“ unterhält – nächster Termin mit skurrilen Kurzfilmen aus den 1950er bis 1980er Jahren ist am 27. Januar in der „Hinterbühne“ in der Südstadt (Hildesheimer Straße 39 a). Und Baake erklärt auch, wie er die Aufgabe als Dichter im Bundestag wahrnehmen würde: „Wir singen Friedenslieder“, wenn es in der Welt mal wieder „rummst“. In den USA hatte Amanda Gorman (23) mit ihrem Gedicht „The Hill we climb“ bei der Amtseinführung von Präsident Joe Biden (79) für Gänsehautmomente gesorgt.

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In Papierform hat Thommi Baake seine Post an den Bundestag auch eingeworfen, jetzt ist er gespannt auf Reaktionen. "Ein Parlamentspoet polarisiert bestimmt. Man könnte zum Beispiel jemanden aus der Slam-Poetry-Szene holen", findet er. Und dass ein bisschen Humor in diesen Tagen mit Corona-Pandemie und russischen Soldaten an der ukrainischen Grenze nicht schaden könne.

Von Andrea Tratner

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