Startup für Fabrik der Zukunft

Mit Software Chaos beherrschen

Die Synaos-Gründer: Lennart Bochmann (links), Tobias Gagern und  Wolfgang Hackenberg

Die Synaos-Gründer: Lennart Bochmann (links), Tobias Gagern und Wolfgang Hackenberg

Hannover. „Genauso wie ein Orchester einen Dirigenten braucht, benötigt die Fabrik und das Logistikzentrum der Zukunft einen zentralen Taktgeber.“ Mit einem Satz, den jeder versteht, beschreibt die Firma Synaos ihr Geschäftsfeld. Im September ist die GmbH an den Start gegangen – jetzt hat sie schon sechs Millionen Euro Kapital (von der Volksbank Braunschweig Wolfsburg finanziert), Aufträge von Volkswagen und als Firmensitz ein repräsentatives Industrieloft im Tiedthof.

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Zur Eröffnung kam Ministerpräsident Stephan Weil. Das sei „eine ganz interessante Entwicklung“, fand er. Eine, die nicht aus dem Silicon Valley stammt, sondern aus Niedersachsen. Eine, die Amerikaner und Chinesen über Technologien für Industrie 4.0 staunen lässt.

Gründer kommen von VW

Die drei Gründer, Wolfgang Hackenberg, Lennart Bochmann und Tobias Gagern, kommen von VW. Hackenberg (38) hat dort das Smart Production LAB aufgebaut. Mit den jungen Kollegen (beide 28) fesselte ihn mehr als das Weiter so „die freie Wildbahn“, wie er berichtet. Schnell war der Name Synaos gefunden (steht für synchronizing Chaos) und der Anspruch – „die Revolution der Intralogistik“.

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Im Loft arbeiten schon zehn Männer und Frauen an der Software dafür; am Jahresende sollen es 30 sein. Sie sorgen für Lösungen, mit denen sich fahrerlose Transporter oder Gabelstapler untereinander vernetzen lassen. Bisher, so Hackenberg, sei das möglich nur mit einem Herstellertyp.

Beitrag zur Zukunftsfähigkeit

Für die Volkswagen AG soll das junge Team Intralogistik-Software in den weltweiten Produktionsstätten liefern. Möglich aber ist der Einsatz auch in der Produktion oder in der Krankenhauslogistik. Hier werde ein wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Produktionsstandortes Deutschland geleistet, findet Informatikprofessor Wolfgang Wahlster.

Wahlster sei „der Pionier der Künstlichen Intelligenz in Deutschland“, weiß Weil. Der Experte habe ihn als Ehrengast für das Office Opening gewonnen. Er freue sich, dass hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Dem „erstklassigen Startup“ sieht er große Zukunft voraus.Davon ist auch der Geldgeber überzeugt. „Die Professionalität, mit der Synaos die Herausforderungen der Digitalisierung in der Produktion angeht, war vom ersten Tag an außergewöhnlich und hat uns die Investmententscheidung sehr einfach gemacht“, so Volksbankvorstandschef Jürgen Brinkmann.

Von Vera König

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