„Mirjanas Stadtgeflüster“

In Hannover haben die Menschen ein gesundes Selbstbewusstsein

Erzählt Geschichten aus Hannover: Gesellschaftsreporterin Mirjana Cvjetković.

Erzählt Geschichten aus Hannover: Gesellschaftsreporterin Mirjana Cvjetković.

Hannover. Ich finde es ja immer wieder cool, auf Leute mit Selbstbewusstsein zu treffen. Damit meine ich aber nicht solche, die vermeintliche Macht ausnutzen oder sich nur so erhöhen können, indem sie andere erniedrigen.

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Ich meine Diejenigen, die auf eigene Fähigkeiten vertrauen und sich so schnell nicht aus dem Konzept bringen lassen. So einer ist zum Beispiel Calvin Terence. Der Wahl-Hannoveraner liebt Musik und tritt in der finalen Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" am 21. Januar bei RTL an.

Will Deutschlands nächster Superstar werde: Calvin Terence aus Hannover.

Will Deutschlands nächster Superstar werde: Calvin Terence aus Hannover.

Und auch wenn man sich und andere so etwas eigentlich längst nicht mehr fragen müsste, habe ich es trotzdem gemacht: Wie kommt der Mann, der schwul und schwarz ist, eigentlich bei der Arbeit klar? Der 22-Jährige ist bei der Bundeswehr. Und von der hört man nicht nur Gutes in dieser Beziehung. Seine Antwort hat mir imponiert: „Ich habe Anfeindungen wie solchen nie eine Angriffsfläche geboten. Und außerdem lasse ich mir von niemandem etwas sagen, solange der nicht meine Rechnung zahlt. Was jemand denken könnte, juckt mich einfach nicht.“ Chapeau! Gleichzeitig betonte er, dass man anpacken muss, wenn man etwas erreichen möchte. Das ist bei vielen auch längst nicht mehr so gegenwärtig, wie es sein sollte.

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Hat die Hände immer noch am Bass: Carsten Hormes (links) mit seinem Musikerkollegen Tony Kaltenberg. Am 21. Januar treten sie in der Tanzschule „Step by Step“ auf.

Hat die Hände immer noch am Bass: Carsten Hormes (links) mit seinem Musikerkollegen Tony Kaltenberg. Am 21. Januar treten sie in der Tanzschule „Step by Step“ auf.

Als er Jugendlicher war, hat der Boss seiner Clique einfach über seinen Kopf hinweg bestimmt, dass er "die Gitarre mit den vier Saiten" in der Band übernimmt. Einen Bass meinte der Angeber. "Ich war halt klein, dick und rothaarig, da bekam ich meine Rolle zugewiesen", erzählte mir Carsten Hormes neulich. Und im Gegensatz zu allen anderen, ist der heute 64-Jährige immer noch Musiker. Sogar einer, der mal den Deutschen Kleinkunstpreis gewonnen hat. Ganz offensichtlich hat er trotz aller Unwägbarkeiten immer an sich und sein Können geglaubt.

Beim ffn-Neujahrsempfang: Jan Zerbst (links), Mirjana Cvjetkovic und Dietmar Wischmeyer.

Beim ffn-Neujahrsempfang: Jan Zerbst (links), Mirjana Cvjetkovic und Dietmar Wischmeyer.

Und auch er hat schon Auszeichnungen gewonnen, zu Hause im Regal steht zum Beispiel der Deutsche Radiopreis. Den hat Jan Zerbst 2012 gewonnen – nämlich fürs lustig sein. Seine Comedyshow "Die Welt in 30 Sekunden" läuft immer noch im Radio. Mittlerweile ist Zerbst Chefredakteur bei Radio ffn und hat beim Neujahrsempfang seines Senders ein kleines Geheimnis um sein 30-Sekunden-Ding gelüftet: Die Beiträge dauern meist um die 40 Sekunden. "Das hat nur keiner gemerkt."

Selbst wenn. Zerbst ist schließlich Boss: „Wenn bei ffn etwas zu lang ist, entscheide das jetzt ich.“ Diese lustige Art von Selbstbewusstsein liebe ich übrigens auch!

Bis nächste Woche,

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Ihre und Eure

Mirjana Cvjetković

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