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Messerattacken: Aufklärung hilft

Tödliche Messerattacke in Hannover-Oberricklingen: An der Dormannstraße geraten vier Männer aneinander, ein 21-Jähriger stirbt später im Krankenhaus.

Tödliche Messerattacke in Hannover-Oberricklingen: An der Dormannstraße geraten vier Männer aneinander, ein 21-Jähriger stirbt später im Krankenhaus.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

neben vielen schwer- und lebensgefährlich Verletzten gab es dieses Jahr in Hannover bereits zwei Tote nach Messerattacken. Das macht vielen Sorge oder auch Angst. Man fragt sich: Kann ich noch auf die Straße oder in bestimmte Ecken Hannovers gehen? Wo halten sich Kinder und Jugendliche auf? 30 Prozent der an solchen Taten Beteiligten sind jünger als 21 Jahre. Es lohnt sich also, diese Altersgruppe in den Blick zu nehmen. Und da gibt es einen Ansatz, der irgendwie auch naheliegend ist: Die Prävention an Schulen.

Die Idee ist nicht neu, aber warum soll man es nicht versuchen? In Berlin gibt es beispielsweise seit 2013 das Projekt „Messer machen Mörder“. Ein Polizeibeamter kommt in die Klassen, zeigt Statistiken, erläutert Verletzungen und diskutiert über den Sinn, ein Messer bei sich zu haben. Dazu gibt es Rollenspiele. „Es geht nicht darum zu erklären, welche Waffen nach dem Waffengesetz erlaubt und welche verboten sind“, sagt Berlins Polizeisprecher Stefan Petersen-Schümann. „Es geht darum zu betonen, dass jedes mitgeführte Messer geeignet ist, lebensbedrohliche Verletzungen hervorzurufen.“

Das ist der Punkt: Über solche Informationsveranstaltungen können sich Jugendliche intensiv mit der Messerthematik auseinandersetzen. Sich in Wort und Bild damit zu befassen, was ein Messer anrichten kann und wie schnell es dabei Tote geben kann. Zwar lassen sich die Erfolge solcher Veranstaltungen nicht messen, aber ein Versuch ist es wert. Wenn dadurch auch nur ein Mensch gerettet wird, ist es schon ein Erfolg. Der Runde Tisch in Hannover, der sich mit dem Thema befasst, sollte die Idee aufnehmen.

Spurensicherung: Die Kriminalpolizei untersucht den Tatort einer Messerattacke im Juni 2022 an der Hildesheimer Straße.

Spurensicherung: Die Kriminalpolizei untersucht den Tatort einer Messerattacke im Juni 2022 an der Hildesheimer Straße.

 

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Das Zitat des Tages

Es ist jetzt kein Scheiß, den ich erzähle: Die Leute werden krank.

Robert Habeck

Bundeswirtschaftsminister

den Artikel dazu finden Sie hier

 

Der Tipp des Abends

Wenn Sie ein Freund klassischer Musik sind oder neugierig darauf, wie wunderbar leicht eine Händel-Oper klingen kann, dann machen Sie sich heute Abend ins Opernhaus auf. Dort wird „Alcina“ von Georg Friedrich Händel aufgeführt (19.30 Uhr, Opernplatz 1). Verfolgen Sie, wie die Zauberin Alcina Männer, die sie als Liebhaber auf ihre Insel gelockt hat, in Tiere und Felsen verwandelt. Für die opulenten, farbenprächtigen Kostüme von Hannovers Alcina wurde Gianluca Falaschi von der Fachzeitschrift Opernwelt zum Kostümbildner des Jahres gewählt.

Bleiben Sie dran!

Sönke Lill

Chef vom Dienst

 

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