Kronsrode-Mitte

Kronsrode: Das Wohnquartier bekommt ein Gesicht

SIEGERENTWURF: Die Architekten BKSP aus Hannover bebauen ihr Grundstück mit einem kompakten Wohnblock.

SIEGERENTWURF: Die Architekten BKSP aus Hannover bebauen ihr Grundstück mit einem kompakten Wohnblock.

HANNOVER . “Draußen in der Stadt“, heißt der Werbeslogan für das neue Wohnquartier „Kronsrode“ – weil es geografisch eher im Ländlichen liegt, aber zur Landeshauptstadt Hannover gehört. Und während aktuell die Haupterschließungsstraße als Verlängerung der Kattenbrookstrift im benachbarten Quartier Kronberg-Mitte entsteht, hat die Stadt am Montag die Sieger aus den Hochbauwettbewerben für die ersten fünf Baugrundstücke vorgestellt: Im Rahmen einer Ausstellungseröffnung in der Bauverwaltung, in der die Siegerentwürfe jetzt bis zum 8.Februar zu sehen sind.

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Kronsrode-Mitte hat 600 Wohnungen und Handel

Aus 20 eingereichten Entwürfen hat eine Jury fünf Sieger ermittelt, die fünf Wohnblöcke errichten: das Architekturbüro PK Nord (Hannover); Kiefer und Kiefer Architekten (Sarstedt); Architekten Ahrens, Garbenhort (Hannover); die Architekten Gössler, Kinz, Kerber, Kreienbaum (Hamburg) und die Architekten BKSP Grabau, Obermann, Ronczka und Partner (Hannover). „Vier Mal haben Architekten aus Hannover gewonnen, es bildet sich eine Art hannoversche Baukultur ab“, sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der Präsentation. Man habe einen Wohnungsbau machen wollen, der auch Heimat sein könne. Und: „In der Menschen Familien gründen und Berufe suchen“, so Bodemann weiter. Dass, was in Kronsrode-Mitte entstehe, sei Ausdruck von norddeutschem Wohnen mit roten Klinkerfassaden. „Wir nehmen Steine in die Hand.“

Das Baugebiet Kronsberg

Das Wohnquartier liegt am südöstlichen Stadtrand von Hannover. Es hat den Namen „Kronsrode“ – eine Mischung aus Kronsberg und Bemerode –bekommen und unterteilt sich in die selbstständigen Bereiche Nord, Mitte und Süd – verbunden von einer großen Parkanlage. Insgesamt ist das Gebiet 53 Hektar groß, es entstehen 3500 Wohnungen für etwa 8000 Bürger – nach Angaben der Stadt Hannover und der beteiligten Bauunternehmen ist Kronsrode damit Niedersachsens größtes Wohnungsbauprojekt.

Es entstehen Miet- und Eigentumswohnungen in Reihen- und Mehrfamilienhäusern, dazu Wohnanlagen für Ältere und für gemeinschaftliches Wohnen, mindestens 25 Prozent ist geförderter Wohnraum. Das gesamte Quartier wird verkehrsberuhigt und barrierefrei gestaltet, für die bestmögliche Versorgung vor Ort gibt es (Einzelhandels-)Geschäfte, Restaurants, soziale Einrichtungen und Kindertagesstätten. Kronsrode wird von einer parallel zur Stadtbahn angelegten Hauptstraße erschlossen, die die Kattenbrookstrift (Kronsberg Mitte) mit der Lissabonner Allee (Messe Ost) verbindet. Die Hauptstraße schließt zudem an die Emmy-Noether-Allee, die Stockholmer Allee und die Mailänder Straße an. Von dieser zentralen Hauptstraße aus werden die drei Wohnquartiere dann erschlossen. Wenn alles nach Plan läuft, sollen 2021 die ersten Wohnungen bezugsfertig sein, 2022 könnte der Bau der Grundschule starten, 2023 müssen laut Vertrag mindestens 1250 Wohnungen fertig sein.

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„Kronsrode Mitte“ besteht insgesamt aus 600 Wohnungen und 8000 Quadratmeter Handel. „Fünf Wohnungsbauunternehmen aus Hannover haben sich zur „Kronsrode Mitte Grundbesitz GmbH“ zusammengeschlossen, treten wie in den bei den anderen Bereichen „Nord“ und „Süd“ als Bauträger auf: hanova, die Kreissiedlungsgesellschaft KSG, Meravis, Delta Bau, der Spar & Bauverein. Sechstes Unternehmen dieser Grundbesitz-GmbH ist Grundlach, das aber erst bei den anderen Teilquartieren ins Projekt einsteigt.

Jury: Alle Anforderungen mit Bravour gelöst

„Wir wollen Qualität und eine Willkommensarchitektur bauen, nicht irgendwelche Häuser“, betonte Dirk Streicher von Delta Bau, der Sprecher der Brauträger Interessengemeinschaft. Dies sei mit den prämierten Entwürfen gelungen. Entwürfe, bei der es drei größere Anforderungen gegeben habe, berichtete der Stadtbaurat weiter: die Bewältigung der Lärmsitiation durch die Straßenbahn und das Gewerbe, die Topografie mit dem Westhang am Kronsberg sowie die Bereiche Wohnen und Handel miteinander zu verbinden. „Einzelhandel im Erdgeschoss, dazu Anlieferwege, das Parken und viergeschossiges Wohnen innerhalb des Gebäudes waren zu lösen.“ Alle Anforderungen seien mit Bravour gelöst worden, urteilte die Jury. Baubeginn soll 2020 sein, wenn alles gut läuft.

Von Andreas Voigt

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