One Billion Rising

Kröpcke: 300 tanzen gegen sexualisierte Gewalt

Rund 300 Teilnehmer tanzten gegen sexualisierte Gewalt.

Rund 300 Teilnehmer tanzten gegen sexualisierte Gewalt.

Hannover. Der Kröpcke war violett, aber nicht wegen des Valentinstags, sondern wegen einer Aktion des Bündnisses „Stoppt sexualisierte Gewalt“. Gleichzeitig mit einer Milliarde anderen Frauen weltweit startete am Mittwoch die Aktion „One Billion Rising“ (eine Milliarde erhebt sich): Tanzen mit violetten Bändern gegen die sexualisierte Gewalt.

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„Wir lassen uns das nicht nehmen!“

Warum eine Milliarde? Laut dem Statistischen Amt der EU erfährt jede dritte Frau weltweit in ihrem Leben Gewalt – auch sexualisierte Gewalt. 37 442 Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung wurden in Deutschland 2016 aufgeklärt. „Wir lassen uns das aber nicht von den Rechten nehmen, die damit Ausländerhetze betreiben wollen“, klagte Petra Klecina von dem Bündnis bei ihrer Rede vor Beginn des Tanzereignisses. „Auch das Kleinreden der MeToo-Debatte kommt uns nicht unter. Die Täter wissen, wo die Grenzen liegen, aber ignorieren sie. Wir wollen kein Pfefferspray, wir wollen Veränderung!“ Rund 300 Frauen und auch Männer jubelten. Sie alle tanzten zu „Break The Chain“ (zerbreche die Kette) – der offizielle One-Billion-Rising-Song, auch um die drei Grad Temperatur zu bekämpfen. Die Choreographie kann immer variiert werden und wurde von der Zumba-Trainerin Andrea Schlote vorgemacht.

One Billion Rising ist weltweit

Zeitgleich tanzten in rund 200 Städten in Deutschland die Protestler. Weltweit nahmen zahlreiche andere Bündnisse an der Organisation des One Billion Rising teil. Mitorganisatorin Karin Wallner sagte, das Motto für 2018 sei „Solidarität“ mit den Opfern. Nach der Kölner Silvesternacht hatte sie das Bündnis mitbegründet.

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Von Jan Heemann

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