Hannover

Im Klinikum operieren bald auch Roboter

Roboter-Chirurgie: Hier sind die Arme des Roboters wegen der Hygiene mit Kunststoff abgedeckt.

Roboter-Chirurgie: Hier sind die Arme des Roboters wegen der Hygiene mit Kunststoff abgedeckt.

Hannover. Das Ziel ist ehrgeizig – und wahrscheinlich gut für alle Patienten: Das Klinikum Region Hannover will Innovationstreiber in der roboterassistierten Chirurgie sein. Gut zwei Millionen Euro kosten die Apparaturen, die demnächst in den Krankenhäusern Gehrden und Siloah stehen.

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Der Gesundheitsausschuss der Region hat dem Projekt zugestimmt. Ebenso wie einer Ausgabe von knapp 400 000 Euro für ein roboterunterstütztes OP-System am Krankenhaus Großburgwedel. Als erste Klinik in Norddeutschland hilft dort die sogenannte Makoplasty bei Hüft- und Kniegelenkersatz.

Verfahren durch Prostata-Eingriffe erprobt

Der Großauftrag für Gehrden und Siloah dient verbesserter Darmtumor-Chirurgie. Das Verfahren war zuvor erfolgreich bei Prostata-Eingriffen erprobt worden.

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Die Innovationen gehören zur Medizinstrategie 2025, die Zukunftsideen im Klinikum fortschreibt. Geschäftsführer Matthias Bracht erläuterte das Konzept. Zu den umgesetzten Ideen gehörte die Verlagerung der Gynäkologie vom Nordstadt ins Siloah. Außerdem erhebliche Verbesserungen in der Altersmedizin. Bis vor fünf Jahren gab es nur einen Standort – Langenhagen. Inzwischen sind es sechs.

Das Klinikum Nordstadt-Krankenhaus soll die höchste Stufe der Versorgung in der Notfallmedizin garantieren – vergleichbar in der Region nur mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Traumatologie, Augenheilkunde und alles rund um den Kopf werden Schwerpunkte sein, während im Siloah Onkologie, innere Medizin und Urologie die wichtigsten Themen sind.

Beschlossen: Umbau und Erweiterung des Klinikums Lehrte. Der Ausschuss sagt Ja zu Haushaltsmitteln von 17 Millionen und 1,5 Millionen Euro Planungskosten. Natürlich könne das teurer werden, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. Die Zahlen stammen aus Berechnungen von 2016. Für Planung und Bau sind vier Jahre kalkuliert. Auch die Opposition unterstützt die Investition. „Schließlich war es ein Vorschlag von uns Grünen, der die Perspektive Geriatrisches Zentrum für das Haus in Lehrte eröffnete.“

Von Vera König

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