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Stadtpolitik

Hannover: SPD wählt Hansmann zum neuen OB-Kandidaten

Ja, er wird es: Marc Hansmann wird für die SPD um das Amt des OB kandidieren.

Ja, er wird es: Marc Hansmann wird für die SPD um das Amt des OB kandidieren.

Hannover.Die vergangenen eineinhalb Jahre mögen Hannovers SPD wie eine Achterbahnfahrt vorgekommen sein – insofern war die Wahl des Orts für die Nominierung des neuen OB-Kandidaten durchaus passend: Mitten auf dem Schützenplatz, im Zelt Alt Hannovera wurde am Freitag Kandidat Marc Hansmann mit 140 von 141 Stimmen und bei einer Enthaltung gewählt.

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Zuletzt ging es für die Sozialdemokraten gefühlt allerdings nur bergab: Vom Bekanntwerden der Mauscheleien im Rathaus, über die Erhebung der Anklage wegen Untreue gegen Ex-OB Stefan Schostok, bis zu dessen Rücktritt am 30. April 2019.

Die Talsohle ist durchschritten

Diese düstere Talsohle ist nun durchschritten, signalisierte man am Freitag zwischen Geisterbahn und Schaubuden. Viel Optimismus war zu hören. Und auch etwas Trotz gegenüber Kritikern: Ja, man regiere hier seit 70 Jahren, aber auch aus gutem Grund.

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Fury zum Einmarsch

Auch für die anstehende Wahl im Oktober habe man den besten Kandidaten: Voll des Lobes für den Enercity-Vorstand war etwa Ministerpräsident Stephan Weil, der gemeinsam mit Hansmann zu „Won’t Forget These Days“ (Fury in the Slaughterhouse) ins warme Zelt einmarschiert.

Kamen zu Fury in the Slaughterhouse ins Zelt: Stephan Weil und Marc Hansmann (r.)

Kamen zu Fury in the Slaughterhouse ins Zelt: Stephan Weil und Marc Hansmann (r.)

Rücktritt Schostoks war Tiefpunkt

Weil trommelte, er habe den späteren Kämmerer der Stadt schon als „rotzfrechen Juso“ kennengelernt, dessen Frechheit aber immer fachliche Substanz gehabt habe.

Nach dem Rücktritt Schostoks, den Weil als "Tiefpunkt" empfand, erweise Hansmann der SPD nun einen "Riesendienst in einer schwierigen Zeit". "Er brennt für diese Stadt", rief Weil den Genossen gegen die Partyklänge von Schützenplatz zu.

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Nur fast 100 Prozent

Hansmann selbst gab sich kämpferisch, reihte Forderungen und Ideen aneinander und signalisierte, dass er als OB in vielem neue Wege ausprobieren wolle – etwa die Umstellung des Kohlekraftwerks Stöcken auf Bio-Masse, ohne Arbeitsplätze zu verlieren. "Klimawandel, aber sozial – dafür stehen wir", rief der Kandidat.

Sein abschließendes Werben – „lasst uns gemeinsam Hannover besser machen“ – erhörten die Genossen. Fast zu 100 Prozent.

Von Simon Polreich

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