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Projektwoche

Hannover: Grundschüler wollen Müllflut stoppen

Hannover, GS Groß-Buchholz, Müll ist mehr als nur Müll, Schüler zeigen was man aus Müll alles herstellen kann (Foto: Frank Wilde)

Hannover, GS Groß-Buchholz, Müll ist mehr als nur Müll, Schüler zeigen was man aus Müll alles herstellen kann (Foto: Frank Wilde)

Hannover. Deutschland ist Europameister. Nur leider nicht im Fußball, sondern im Verursachen von Müll. Jeder Deutsche wirft pro Jahr im Durchschnitt 212,5 Kilogramm Verpackungen weg. Ein Grund ist, dass viele Kleider, Bücher und andere Dinge im Internet gekauft, dann verpackt und verschickt werden. Auch der ungebrochene Trend zu „Coffee to go“ lässt die Müllberge weiter wachsen.

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Doch wie lässt sich die Müllflut stoppen? Dieser Frage haben sich nun 180 Zweit- und Drittklässler der Grundschule Groß-Buchholzer Kirchweg gewidmet. Zu Beginn der Projekttage diskutierten sie über die Gründe der Müllflut, über die Folgen hier und in entfernten Ländern, über Alternativen und die "Fridays for Future"-Proteste. Aus unterschiedlichem Müll, den die Schüler bereits Wochen vor dem Start der Projektwoche zu Hause gesammelt hatten, bauten die Kinder danach verschiedene Dinge. "Damit entsteht ein neuer Blick auf den Müll und den Wert der Dinge", erklärt Kunstlehrer Wolfgang Jeske vom Birkenhof. Angeleitet wurde das Projekt von angehenden Erziehern des Birkenhofs.

„Müll ist nicht gleich Müll.“

Simon, Lara und Paula hatten mit ihrer Gruppe aus alten Paletten und Matratzen ein Sofa gebaut. Die Drittklässler Henry und Hedi fertigten aus Obstkisten Hochbeete, und die Gruppe um Naila, Mats und Carla entwarf kreative Fabelwesen. Hedi sagte zum Abschluss des Projekts: „Wir haben gelernt, dass Müll nicht gleich Müll ist. Sondern das man aus vielen Dingen, die wir achtlos wegwerfen, noch tolle Gegenstände bauen kann.“ Die achtjährige Carla zog viel Neues aus dem Projekt: „Jeder kann seinen Beitrag leisten, nicht zu viele Sachen im Internet bestellen zum Beispiel. Wir haben auch über das Autofahren diskutiert. Man muss nicht jede kurze Strecke mit dem Auto fahren.“

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Auch eine gute Idee: Ein Hochbeet aus Müll.

Auch eine gute Idee: Ein Hochbeet aus Müll.

Schulleiterin Nicole Dreyer lobte das Projekt als „ganz wichtig“: Man könne nicht früh genau beginnen, das Bewusstsein für Müllvermeidung zu fördern. „Wenn Kinder früh mit dem Thema Nachhaltigkeit konfrontiert werden, ist schon viel gewonnen“, so Kunstlehrer Jeske.

Von Britta Lüers

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