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Kriminalität

Hannover: AfD-Ratsherr auf der Straße angegriffen

Hannover.Der Ratsherr der AfD im Stadtrat von Hannover, Reinhard Hirche (70), ist am Freitag in Badenstedt von einem Unbekannten angegriffen worden. Der 70-Jährige war nach eigenen Angaben gerade dabei, Plakate für die Europawahl zu montieren, als der Täter auf der Empelder Straße mit einem Messer auf ihn losgegangen sei. Nach Angaben des Politikers habe er die Attacke abwehren können. Wenig später habe der Angreifer ihn dann mit Steinen beworfen. Die Polizei bestätigte auf NP-Anfrage, dass Hirche leicht im Gesicht verletzt wurde.

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Ratsmitglied Reinhard Hirche (AfD)

Ratsmitglied Reinhard Hirche (AfD)

Zu dem Angriff sei es gegen 16.20 Uhr gekommen, als Hirche mit einer weiteren Person AfD-Wahlplakate an einem Pfahl befestigte. Der Angreifer habe ein Butterflymesser gehabt, berichtet Hirche: „Die Klinge war zwischen 15 und 20 Zentimeter lang.“ Der Unbekannte habe ihn bepöbelt und zu dem 70-Jährigen gesagt: „Ich stech’ dich ab.“

Nach Hirches Angaben habe er den Angriff abgewehrt und sich dabei den Fuß verletzt. Zunächst sei der Täter geflüchtet – und noch vor Eintreffen der Polizei wiedergekommen: „Er hat mich mit Steinen beworfen“, versichert der 70-Jährige. Er sei an der Wange getroffen und verletzt worden. Der Angreifer konnte flüchten. Die Fahndung der Polizei blieb ohne Erfolg.

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Der AfD-Ratsherr berichtet, dass der „arabisch aussehende“ Täter schon einmal auf ihn losgegangen sei. „Das war vor vier bis sechs Wochen an einem Infostand in Davenstedt.“ Bislang ist die Identität des Mannes unbekannt.

Allerdings gibt es laut Hirche ein Video von dem Angriff am Freitag in Badenstadt. Ein Zeuge in einem Bulli habe den Vorfall gefilmt und das Material zur Verfügung gestellt. „Der Mann ist Türke und ich finde es richtig gut, dass er das getan hat“, sagte der 70-Jährige.

Hirche ist froh, dass der Vorfall für ihn so glimpflich abgegangen ist. Aber: „Es ist schon heftig, dass man in diesem Land offenbar für vogelfrei erklärt wird, nur weil man politisch anderer Meinung ist.“

Von Britta Mahrholz

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