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Gas, Wasser, Strom: Die zehn größten Irrtümer beim Energiesparen

Selbstgebauter Teelichtofen: Sieht nur nett aus, eignet sich aber nicht zum Heizen. Hinzu kommt eine erhöhte Brandgefahr.

Selbstgebauter Teelichtofen: Sieht nur nett aus, eignet sich aber nicht zum Heizen. Hinzu kommt eine erhöhte Brandgefahr.

Hannover. Die Bundesnetzagentur hat als Ziel ausgegeben, 20 Prozent Gas zu sparen. Aber auch bei Wasser und Strom sollen sich Verbraucher beschränken – die Preise sind teilweise dramatisch gestiegen. Und so wird an Tipps zum Energiesparen derzeit nicht gespart. Aber was bringt welche Maßnahme? Hier die zehn größten Irrtümer:

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Duschen ist besser als baden

Nicht unbedingt. Für eine volle Badewanne werden rund 100 Liter Wasser benötigt. Wer duscht, versenkt nur 15 Liter Wasser – in der Minute. Wer also sieben Minuten duscht, kann gleich in die Wanne steigen. Und: Die trendigen Regenwaldduschen sind echte Wasserschleudern. Besser: Spar-Duschkopf kaufen. Die Kosten dafür hat man schnell wieder reingeholt.

Voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom

Irrtum. Ein voller Kühlschrank verbraucht keineswegs mehr Strom als ein leerer. Im Gegenteil: Je leerer der Innenraum ist, desto schneller entweicht sogar die gekühlte Luft – was wiederum den Energieverbrauch steigert.

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Auf die Spülmaschine verzichten

Irrtum. Die Spülmaschine ist günstiger als das Abspülen von Hand. Besonders effizient arbeiten Spülmaschinen, wenn sie vollbeladen sind und das Geschirr nicht unter fließendem warmem Wasser vorgespült wurde, rät das Portal Energietipp. Beim Spülen mit der Hand geht zu viel Wasser verloren.

Dünne Eisschicht im Gefrierschrank macht nichts

Irrtum. Wer Energiesparen will, sollte das Gefrierfach regelmäßig abtauen. Schon eine einen Zentimeter dicke Eisschicht lässt den Energieverbrauch des Geräts um 50 Prozent steigen. Grund: Das Eis wirkt auch beim Kühlen wie eine Isolationsschicht.

Heizlüfter sind billiger als die Gasheizung

Irrtum. Die elektrischen Geräte sind zwar schon für 15 Euro im Handel erhältlich, aber der Betrieb geht richtig ins Geld. Das elektrische Beheizen einer 100 Quadratmeter-Wohnung kann bis zu 4000 Euro im Jahr kosten. Und der massenhafte Betrieb dieser Geräte kann tatsächlich die Stabilität unserer Stromversorgung gefährden.

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Billig in der Anschaffung – aber teuer im Betrieb: elektrischer Heizlüfter.

Billig in der Anschaffung – aber teuer im Betrieb: elektrischer Heizlüfter.

Wärmedämmung verursacht Schimmel

Irrtum. Das Gegenteil ist sogar der Fall: Eine professionell installierte Wärmedämmung verhindert sogar den Schimmelbefall. Allerdings sollte da wirklich ein Fachmann ran. Schimmel entsteht meist durch schlecht oder gar nicht gedämmte Außenwände.

Flachbildschirme sparen am meisten

Nicht unbedingt. Da kommt es nun wirklich auf die Größe an. Verdoppelt sich die Bildschirmdiagonale, vervierfacht sich der Stromverbrauch. Noch schlimmer sind die neuen Geräte mit Hintergrundbeleuchtung, die Farben oder Bilder auf die Wand projizieren, auch wenn sie nicht eingeschaltet sind. Sie verbrauchen im Stand-by fast so viel Strom wie im laufenden Betrieb.

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Energiesparlampen sind am besten

Irrtum. Energiesparlampen sind zwar deutlich sparsamer als die früheren Glühbirnen oder Halogenspots, aber moderne LED-Lampen sparen noch mehr Energie. Eine LED-Lampe, die die gleiche Lichtleistung wie ein 35-Watt-Halogenspot hat, verbraucht nur drei Watt. Da lohnt ein Austausch selbst dann, wenn die alten Lampen noch intakt sind.

Wäschetrockner schlucken viel Strom

Irrtum. Moderne Trockner arbeiten mit Wärmepumpentechnik. Das heißt, sie nutzen die Wärme aus der Abluft. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Kondensationstrockner sparen sie bis zu 70 Prozent Strom. Am billigsten bleibt aber immer noch der Wäscheständer.

Teelichtöfen helfen beim Heizen

Irrtum. In den sozialen Netzwerken kursieren derzeit Bauanleitungen für sogenannte Teelichtöfen. Die Materialen sind schon für ein paar Euro im Baumarkt zu erhalten. Aber der Heizwert geht tatsächlich gegen Null. Der Teelichtofen sei eine nette Dekoration und nicht mehr, sagte Reinhard Loch. "Die Heizleistung ist zu gering, um einen Raum zu beheizen", erklärte der Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen dem RND. Mit Teelichtöfen können man gerade mal einen Quadratmeter auf Temperatur bringen. Zudem warnen die Feuerwehren vor Brandgefahren.

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Von red

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