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Verkehr

Garbsen: Deutschlands erste Bike-Flash-Anlage gegen Abbiegeunfälle in Betrieb

Garbsen: Bundesweit erste Aufstellung des Verkehrswarnsystems Bike-Flash an der Kreuzung zum neuen Logistikzentum von Amazon.

Garbsen: Bundesweit erste Aufstellung des Verkehrswarnsystems Bike-Flash an der Kreuzung zum neuen Logistikzentum von Amazon.

Hannover."Tod dem toten Winkel" steht auf der Plane, die die neue Bike-Flash-Anlage verdeckt. Am Freitag wurde erstmals in Deutschland das neue Warnsystem für LKW-Fahrer enthüllt – an der Einfahrt zum Amazon-Betriebsgelände in Garbsen. Es soll verhindern, dass Lasterfahrer beim Rechtsabbiegen Radfahrer übersehen. Trauriger Zufall: Nur zweieinhalb Stunden vorher wurde eine 16-jährige Schülerin in Burgdorf von einem LKW beim Abbiegen überrollt und starb.

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Problem sucht Lösung

„Erneut wird uns vor Augen geführt, dass wir für mehr Sicherheit sorgen müssen“, nahm auch Garbsens Bürgermeister Christian Grahl bei der Inbetriebnahme Bezug auf den aktuellen Todesfall. Es ist beileibe nicht der erste dieser Art. Erst im April wurde ein 11-jähriger Junge an der Vahrenwalder Straße in Hannover überrollt. Danach brandete auch in Hannover die Forderung nach Bike-Flashs auf.

Weitere Anlagen in Planung

Umgesetzt wurde das Pilotprojekt jedoch in Garbsen – und zwar auf Initiative des ADFC und der Stadtgrünen. „Danke, dass sie das Projekt der Verwaltung schmackhaft gemacht haben“, lobte Grahl. Ebenfalls mit im Boot: Die Region, die sich mit Garbsen die Kosten von 34 000 Euro für die Bike-Flash-Anlage teilt. „Nach einer Probephase sollen noch weitere Anlagen in der Region aufgestellt werden“, kündigte Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz an. Standorte würden noch ausgesucht. Denkbar sei etwa die Hannoversche Straße zwischen Letter und Seelze.

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So funktioniert das Bike-Flash

Nähert sich ein Radfahrer, fängt die Anlage zu blinken an. Wärmesensor-Kameras an der Spitze des Anlagenmastens registrieren den Radler bereits, wenn er noch 40 Meter entfernt ist. Dann macht die Anlage auf ihn aufmerksam: Auf vier sogenannten Warnbügeln wird dem motorisiertem Fahrer in unterschiedlichen Höhen signalisiert: Vorsicht, da kommt etwas. „Die Anlage verfügt über vier dieser blinkenden Warnbügel“, erklärte der Erfinder Martin Budde aus Hamburg bei der Einweihung. Einer auf Höhe des LKW-Beifahrerfensters, einer auf Transporter-Ebene sowie auf SUV- und PKW-Höhe. Zudem sind die Bügel gebogen, damit die Warnung nicht nur bei der Kurvenanfahrt zu sehen sind, sondern auch, wenn der Abbiegevorgang bereits eingeleitet ist.“

Von Simon Polreich

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