Der TOPNEWS-Letter

Fachkräftemangel: Wer solls machen?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ob Erzieher, Pflegekräfte, Handwerker oder oder oder - in Deutschland fehlen die Fachkräfte. Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft geht es um 540.000 qualifizierte Arbeitskräfte, besonders groß ist der Mangel in der Sozialarbeit. Aber auch in den anderen Bereichen sieht die Lage nicht besser aus. Wo sind all die Menschen hin, kann man sich fragen. Sicherlich hat die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass einige die Branche wechseln. Aber die Realität sieht einfach anders aus. Bis in die kommenden Jahre hinein werden immer mehr Menschen der Generation Baby-Boomer schlicht und einfach in Rente gehen, und Deutschland ist sehenden Auges gegen die Wand gefahren. Wo es früher normal und angesehen war nach der Schule Dachdecker, Hebamme oder Verkäuferin zu werden, wird heutzutage vermittelt, es muss das Abitur, das Studium, das Auslandssemester sein. Und die Aussicht der jüngeren Generationen, wahrscheinlich erst mit 70 in Rente zu können? Und dann auch noch 40 Stunden die Woche für ein Gehalt zu arbeiten, von dem man sich jetzt nicht mal Eigentum anschaffen könnte - das sind eben nicht die Arbeitsrealitäten, die danach schreien, dass man Erzieherin oder Erzieher wird.

An denen fehlt es nämlich weiterhin. Derzeit starten die Kitas und Krippen in Hannover in ein neues Jahr. Einige Träger melden, dass noch zahlreiche Stellen vakant sind. „Oft müssen wir die Stellen zwei- oder dreimal, manchmal auch sechsmal ausschreiben“, berichtet zum Beispiel AWO-Vorstand Dirk von der Osten. Dazu kommen Langzeiterkankungen, Schwangerschaften - und Corona ist auch noch nicht vorbei. Eltern werden sich also wahrscheinlich wieder auf Einschränkungen bei der Betreuung gefasst machen müssen.

Besonders auffällig übrigens bei der Studie des IW: bei den Top Ten der Berufe mit den größten Fachkräftelücken handelt es sich um klassische Männer- und Frauenberufe. Eine weitere Baustelle, die man angehen könnte, damit die Lücken nicht noch größer werden. Geschlechterklischees aufbrechen und Akzeptanz und Normalität für Männer in Krippen oder Frauen auf der Baustelle schaffen.

ARCHIV - 02.02.2022, Hessen, Darmstadt: Eine Erzieherin, die eine Maske trägt, sitzt mit einem Kind in einer Kita hinter Bechern mit Buntstiften. Kindertagesstätten und Arztpraxen in Mecklenburg-Vorpommern haben in der ersten Hälfte dieses Jahres besonders stark unter Corona-bedingten Personalausfällen gelitten. (zu dpa: «Corona-Erkrankungen besonders häufig bei Erziehern und Praxispersonal») Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 02.02.2022, Hessen, Darmstadt: Eine Erzieherin, die eine Maske trägt, sitzt mit einem Kind in einer Kita hinter Bechern mit Buntstiften. Kindertagesstätten und Arztpraxen in Mecklenburg-Vorpommern haben in der ersten Hälfte dieses Jahres besonders stark unter Corona-bedingten Personalausfällen gelitten. (zu dpa: «Corona-Erkrankungen besonders häufig bei Erziehern und Praxispersonal») Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

 

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Das Zitat des Tages

Wenn diese Unterstützung weitergeht, dann wird das Ende des Kriegs immer näher rücken.

Ruslan Stefantschuk

ukrainischer Parlamentspräsident

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Der Tipp des Abends

Was soll ich sagen? Es ist Freitag! Und wenn Sie diesen Newsletter lesen, haben Sie hoffentlich auch schon Feierabend. Falls Sie noch keine Planung für den Abend haben, wie wäre es mit Kino draußen? Das Sommerkino im Hof des Künstlerhauses (Sophienstraße 2) geht wieder los und zeigt ab 20 Uhr „A Star is born“ mit Bradley Cooper und Lady Gaga. Dazu gibt es sogar Livemusik. Die Abendkasse öffnet eine halbe Stunde vor Filmbeginn, der Eintritt kostet 10 Euro.

Bis dahin!

Katharina Klehm

Redakteurin

 

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