Der TOPNEWS-Letter

Es geht um Energie

Schadensbegrenzung: Die Enercity-Techniker müssen bei größeren Stromausfällen vor Ort nach der Ursache suchen – so wie hier bei einem Stromausfall in Laatzen-Mitte.

Baustelle Energiekrise: Ein Enercity-Techniker arbeitet an einem Verteilerkasten.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Gas, Strom, Sprit - die Energiekosten sind seit Wochen auf dem Höhenflug. Da ist es eigentlich keine Überraschung, dass es nun auch bei der Fernwärme drastisch nach oben geht. Zum 1. Oktober hebt Enercity die Preise in Hannover um rund 51 Prozent an. So hat es der Energieversorger in einem Schreiben an seine Kunden angekündigt. Ist Fernwärme also doch nicht besser als Gas & Co?, mag man sich da zunächst fragen - schließlich will die Stadt das Fernwärmenetz in den nächsten Jahren massiv ausbauen und hat sogar schon Bezirke ausgewiesen, wo nicht anderes mehr durch die Leitungen fließen soll. Doch ein zweiter Blick zeigt: Trotz des deutlichen Preisanstiegs ist es immer noch günstiger als beispielsweise Gas, das ab Oktober sogar um 70 Prozent teurer wird. Und im Bundesvergleich ist es in Hannover sogar noch günstig, in anderen Städten wird für Fernwärme teilweise deutlich mehr verlangt. Also alles gut? Natürlich nicht. Denn nur dass es woanders noch teurer ist, macht es hier ja nicht besser. Die Bundesregierung ist zumindest bemüht, die Kosten für die Bürger etwas abzufedern. Mit einem „Abwehrschirm“ von 200 Milliarden Euro sollen Verbtaucher und Unternehmen wegen der steigenden Energiekosten getützt werden. Das verkündeten am heutigen Donnerstag Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) sowie Finanzminister Christian Lindner (FDP) in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Zudem soll es eine Gaspreisbremse geben. Was zugleich bedeutet: Die auch innerhalb der Koalition umstrittene Gasumlage ist endgültig vom Tisch. Man mag sich angesichts der Riesensumme fragen, wo all das Geld herkommen mag. Das fragt sich aber auch jeder einzelne Bürger beim Blick auf die Energierechnungen, die ihm derzeit ins Haus flattern. Große Krisen brauchen große Hilfsmaßnahmen - und erstmal gilt es, gemeinsam durch diesen Winter zu kommen.

Verbrennt Steinkohle – unter anderem für Fernwärme: Das Kraftwerk am Mittellandkanal in Stöcken.

Verbrennt Steinkohle – unter anderem für Fernwärme: Das Kraftwerk am Mittellandkanal in Stöcken.

 

Die Topnews aus Hannover und Welt

 

Das Zitat des Tages

Limmern? Klar, als Hannoveraner macht man das.

Hüseyin Erhan

Kioskbetreiber in der Lindener Kochstraße

den Artikel dazu finden Sie hier

 

Der Tipp des Abends

Oktoberfest? Dazu braucht man nicht nach München zu fahren. Haben wir auch - und auch schon ganz schön lange. Nun gut, die Promidichte ist nicht so hoch wie bei Käfer auf der Wiesn, aber man will ja nicht gucken, sondern selber feiern. Und Achterbahn und Riesenrad haben wir auch, auf den Tischen tanzen kann man auch in den hiesigen Festzelten und sowieso läuft doch überall die gleiche Musik - da braucht man wirklich nicht nach Bayern zu fahren. Das Oktoberfest auf dem Schützenplatz hat heute übrigens bis 23 Uhr geöffnet. Viel Spaß!

Machen Sie das Beste aus Ihrer Zeit,

Harald Thiel

Chef vom Dienst

 

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