Der TOPNEWS-Letter

Der Hilferuf der Kinderkliniken

Braucht Geld: Das Kinderkrankenhaus auf der Bult steckt in finanziellen Schwierigkeiten.

Braucht Geld: Das Kinderkrankenhaus auf der Bult steckt in finanziellen Schwierigkeiten.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Wir müssen schnell handeln. Es kann und darf nicht sein, dass schwer kranke Kinder wieder nach Hause geschickt werden, weil die Kapazitäten erschöpft sind“, sagt Regionspräsident Steffen Krach (SPD) nach der Sitzung eines Runden Tisches zur Krise der Kinderkrankenhäuser. Doch tatsächlich ist die Lage der Kliniken längst in einem äußerst kritischen Zustand. „Unsere Kapazitätsgrenzen sind längst überschritten, wir brauchen jede Hand“, sagt die Leiterin des Kinderkrankenhauses Auf der Bult, Agnes Genewein. Es ist eigentlich kaum vorstellbar, doch in dem so wohlhabenden Deutschland scheint die Belastbarkeit des Gesundheitssystem ausgereizt zu sein. Zu wenig Personal, zu wenig Geld, zu viele Patienten und für alles zu wenig Zeit - schlimmer geht es kaum. Am Runden Tisch saßen neben dem Kinderkrankenhaus auf der Bult und der Region auch die Medizinischen Hochschule (MHH) und Diakovere. Die neuen Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), die in dieser Woche vorgestellt wurden und bislang in Hannover auch überwiegend gelobt wurden, werden für die aktuelle Krisensituation zu spät kommen. Die betroffenen Kliniken können die Abkehr vom reinen Fallpauschalensystem nicht abwarten. Sie brauchen jetzt dringend Hilfe und Unterstützung. Eine Möglichkeit für unkomplizierte Hilfe sieht der Runde Tisch in einer sofortigen Entlastung des Personals von Bürokratie. Mittlerweile verbringe das Personal 30 Prozent ihrer Zeit am Computer: „Angesichts der Notlage in den Intensivstationen müssen wir andere Prioritäten setzen“, sagt Benno Ure, Direktor des Zentrums Kinderchirurgie der MHH. Nun muss er hoffen, dass der gemeinsame Appell des Runden Tisches an Krankenkassen und das Land Niedersachsen möglichst schnell gehört wird. Der Hilferuf nach Personal von anderen Kliniken kam dagegen zumindest schon einmal an. So sagte die Sophienklinik den Kinderkliniken bereits Hilfe vom eigenen Personal zu. Auch das Klinikum Region Hannover (KRH) will Mitarbeiter aktiv für eine Hilfsmission an den Kinderkliniken ansprechen. Es wird viel Mühe kosten, um das überforderte und ganz offensichtlich in weiten Teilen müde gesparte System der Kinderkliniken wieder flott zu bekommen. Die Abkehr vom reinen Fallpauschalensystem wird helfen, die Reduktion der Bürokratie würde ganz neue Kapazitäten schaffen. Doch kurzfristig hilft wahrscheinlich nur die Solidarität unter den Kliniken - damit wir irgendwie über diesen Winter kommen.

Betrieb normalisiert sich: Nach dem Stromausfall am Kinderkrankenhaus Auf der Bult ist die Arbeit wieder großteils möglich.

Notlage: Das Kinderkrankenhaus Auf der Bult braucht dringend Hilfe.

 

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Stefan Leitl, Cheftrainer von Hannover 96, zu den Zielen des Klubs

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