Linden

„Das Thema ist durch“: Limmerstraße bekommt drei Hochbahnsteige

Aller guten Dinge sind drei: Auf der Limmerstraße sollen nach Ansicht der Infra drei Hochbahnsteige gebaut werden.

Aller guten Dinge sind drei: Auf der Limmerstraße sollen nach Ansicht der Infra drei Hochbahnsteige gebaut werden.

Hannover. Die Limmerstraße bekommt drei Hochbahnsteige. Daran ist laut Aussage der Infra, der Infrastrukturgesellschaft der Region, am Mittwoch im Bezirksrat Linden-Limmer nicht mehr zu rütteln. Auch bei der Standortfrage geht es nur noch um wenige Meter, grundsätzlich stehen die Bereiche vor Rewe, Edeka und vor dem Freizeitheim Linden als Haltepunkte fest. Für Politiker und Bürger, die sich für andere Lösungen stark machen, sorgte die Vorstellung des Planungsstands für Ernüchterung.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Verschiedene Bezirksratsmitglieder bemühten sich, Alternativen für die vorgestellte Lösung aufzuzeigen. Doch weder der Bau eines Tunnels oder eines sogenannten Trogbahnsteigs (Absenken der Gleise), noch die Verlegung von Haltestellen oder die Neuordnung ganzer Linien kämen laut Markus Knoblich (Fachbereich Verkehr der Region) dafür in Frage. Letztlich seien die Vorschläge technisch nicht realisierbar, zu teuer oder mit Nachteilen für die Fahrgäste verbunden. „Die Sache ist durch“, brachte es schließlich Infra-Geschäftsführer Christian Weske auf den Punkt. „Wir haben jetzt den Auftrag die Detailplanung zu machen.“

Bahnsteige werden 45 Meter lang

Und so sieht die bisherige Planung konkret aus: An allen drei Standorten werden 45 Meter lange Hochbahnsteige errichtet. Damit komme man der besonderen Situation auf Lindens Einkaufs- und Partymeile schon sehr entgegen. Denn üblich ist normalerweise eine Länge von 70 Metern. Das hat zur Folge, dass die Bahnen statt mit drei nur mit zwei Wagen unterwegs sein werden. Bei erhöhtem Fahrgastaufkommen könnte man laut Weske dann nur noch die Taktung erhöhen. Vorerst sind pro Bahnsteig zwei Rampen auf jeder Seite vorgesehen. Möglicherweise kommt je nach Standort aber auch nur eine Rampe und auf der anderen Seite eine Treppe, falls bei der Planung gravierende Gründe dafür sprechen. Bei den Standorten gibt es hingegen nur noch minimalen Spielraum. Weske: „Wir sind da im Meter-Bereich, aber nicht mehr im Zehn-Meter-Bereich.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mit Spannung wurde die Stellungnahme der Feuerwehr zum Thema Brandschutz erwartet. Viel konnte Bereichsleiter Andreas Henke dazu aber noch nicht berichten, da die Feuerwehr im laufenden Verfahren noch nicht aktiv in die Planung eingebunden wurde. Nur so viel: Nach dem Bau der Hochbahnsteige muss zunächst gewährleistet sein, dass Zufahrten und Bewegungsflächen groß genug für Feuerwehreinsätze sind. Entscheidend ist aber, dass ganz bestimmte Fenster in den angrenzenden Häusern über Drehleitern erreichbar sind. „Das sind sogenannte Rettungsfenster, für die es exakte Vorgaben gibt und die als solche im Bauplan gekennzeichnet sind“, so der Brandschutzexperte. Ob dies mit den neuen Hochbahnsteigen weiterhin gegeben sein wird, lasse sich ohne die exakte Detailplanung nicht beurteilen.

Im Sommer 2021 könnten die Bagger anrollen

Für den Bahnsteig am Freizeitheim soll im Herbst 2020 das Planfeststellungsverfahren starten. Läuft alles glatt, könnten im Sommer 2021 die Bagger anrollen. Die anderen beiden Standorte bei Rewe und Edeka brauchen mehr Zeit – Planfeststellungsverfahren im Herbst 2021, Baubeginn im Sommer 2022.

Von André Pichiri

Mehr aus Hannover

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen