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Stadtentwicklung

Das sind Hannovers wichtigste Bauprojekte

Die, Üstra baut an der Wedelstraße Wohnungen für ihre Mitarbeiter.

Die, Üstra baut an der Wedelstraße Wohnungen für ihre Mitarbeiter.

Hannover. Um die Zukunft des Steintors wird weiter eifrig diskutiert. Die Bürgerbeteiligung zu dessen Entwicklung läuft noch. Am Rand des Platzes wird es nun allerdings schon konkret. An der Ecke Steintor- und Reitwallstraße, wo zuletzt eine Spielhalle in Betrieb war, soll ein Hotel der Mittelklasse entstehen – mit 167 Zimmern.

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Im Erdgeschoss des neunstöckigen Gebäudes ist Einzelhandel geplant. Verantwortlich für das prominente Vorhaben im Herzen der Innenstadt ist die hannoversche Immobilienfirma Schramm & Schoen. Ein weiteres Hotel ist schon im Bau. Am Aegidientorplatz laufen Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Eckhauses durch die Lindner-Gruppe, in dem bis Ende November 168 Zimmer für Gäste entstehen sollen. Nur zwei von vielen wichtigen Bauprojekten, die 2019 an Fahrt aufnehmen oder schon ihren Abschluss finden.

Fast fertig: Die neue Hannover-Zentrale der Deutschen Bahn am Raschplatz. 950 Mitarbeiter sollen darin arbeiten.

Fast fertig: Die neue Hannover-Zentrale der Deutschen Bahn am Raschplatz. 950 Mitarbeiter sollen darin arbeiten.

Voraussichtlich Ende März soll der Deutschen Bahn ihre neue Hannover-Zentrale übergeben werden, die die Essener Firma Koelbl Kruse am Raschplatz hochgezogen hat. Rund 950 Mitarbeiter sollen darin unterkommen. Die Bahn konzentriert in dem Gebäude eine Reihe von Dienststellen, die bisher über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren. In den bisherigen Hauptsitz an der Joachimstraße wird dann die Stadt mit 450 Mitarbeitern des Fachbereichs Jugend und Familie einziehen. Zuvor ist allerdings ein Umbau des Gebäudes geplant.

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Ein weiterer Großumzug der Stadt steht am Schützenplatz an. Bis Ende des Sommers sollen in dem dort errichteten Verwaltungsneubau rund 650 Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz finden. In dem Gebäude unterkommen sollen die Ausländerbehörde, der Gewerbe- und Veterinärbereich, die Kraftfahrzeugzulassungsbehörde, der Bereich Einwohnerangelegenheiten, das Standesamt, die Waffenbehörde, der Bereich Ordnungsrechtsangelegenheiten und das Fundbüro.

Großer Umzug: 650 Mitarbeiter will die Stadt bis Ende des Sommers im neuen Verwaltungsbau am Schützenplatz unterbringen.

Großer Umzug: 650 Mitarbeiter will die Stadt bis Ende des Sommers im neuen Verwaltungsbau am Schützenplatz unterbringen.

Bereits im Februar soll das Rathauskontor an seine Nutzer übergeben werden. Der Investor Gregor Baum hatte die ehemalige VHS am Friedrichswall von der Stadt gekauft und diese aufwendig umgebaut. Auch dort mietet sich die Stadt ein – mit einem Lernort zur NS-Geschichte. Für die Ausstellung sind allerdings noch umfangreiche Arbeiten notwendig. Und sie werden deutlich teurer. Waren dafür ursprünglich nur 330.000 Euro vorgesehen, steigen die Kosten für den Umbau für die Stadt nun auf knapp 1,8 Millionen Euro. In der Immobilie sollen außerdem Penthouse-Wohnungen eingerichtet werden.

Einen Abschluss finden soll auch eines der größten Schulbauprojekte in Hannovers Geschichte. Die 34 Millionen teure Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums an der Haltenhoffstraße in der Nordstadt soll im Herbst abgeschlossen werden. Übergangsweise sind die älteren Jahrgänge im Gymnasium Limmer untergebracht. Im April starten sollen die Erweiterung der IGS sowie der Grundschule Kronsberg. Die IGS ist bisher auf zwei Standorte verteilt. Künftig soll es Platz für 1410 Schüler geben. Die Grundschule soll auf drei Züge erweitert werden und damit 312 Plätze für Schüler bieten.

Sanierung und Erweiterung: Die Goetheschule in der Nordstadt ist mit Kosten in Höhe von 34 Millionen Euro eines von Hannovers größten Schulbauprojekten.

Sanierung und Erweiterung: Die Goetheschule in der Nordstadt ist mit Kosten in Höhe von 34 Millionen Euro eines von Hannovers größten Schulbauprojekten.

Angesichts der anhaltenden Knappheit auf Hannovers Wohnungsmarkt wird auch 2019 ein Schwerpunkt auf dem Wohnungsbau liegen. Trotz des heftigen Streits zwischen Investor Günter Papenburg und Stadtbaurat Uwe Bodemann Ende vergangenen Jahres soll in diesem Jahr endlich der Hochbau auf dem Gelände der Wasserstadt Limmer starten. Im ersten Bauabschnitt sind gut 500 Wohnungen vorgesehen.

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Vom Oststadtkrankenhaus in Groß-Buchholz ist nichts mehr zu sehen. Der Abriss ist abgeschlossen. 2019 kann der Bau des neuen Quartiers „Buchholzer Grün“ mit mehr als 400 Wohnungen starten, für das sich die städtische Wohnungsgesellschaft Hanova mehrere Partner gesucht hat, darunter regionale Genossenschaften und Unternehmen wie den Spar- & Bauverein, Meravis, Gundlach und Weber Massivhaus. Schon 2020 sollen die ersten Wohnungen fertig, 2021 das Projekt weitgehend abgeschlossen sein, so der ehrgeizige Plan.

Abgerissen: Das Oststadtkrankenhaus in Groß-Buchholz. Auf dem Gelände sollen rund 400 Wohnungen entstehen.

Abgerissen: Das Oststadtkrankenhaus in Groß-Buchholz. Auf dem Gelände sollen rund 400 Wohnungen entstehen.

Auch in der Nachbarschaft passiert etwas. Die Hanova will anstelle ihrer früheren Zentrale In den Sieben Stücken 200 Wohnungen errichten. Derzeit ist dort übergangsweise die Kfz-Zulassungsstelle untergebracht.

Gut voran gehen die Arbeiten an der Üstra-Siedlung an der Wedelstraße. 139 Wohnungen und eine Kita lässt die Versorgungseinrichtung des Unternehmens auf der Fläche des ehemaligen Stadtbahndepots in Vahrenwald bauen. Das Besondere an dem Projekt: Die 140 Wohnungen werden um einen Betonkern mit einer Massivholzkonstruktion gebaut. Voraussichtlich Ende des Jahres sollen die Wohnungen fertig sein. Sie sind vor allem für Mitarbeiter der Üstra gedacht.

Ökosiedlung: An der Wedelstraße errichtet die Versorgungskasse der Üstra unter Verwendung von Holz 140 Wohnungen – vor allem für Mitarbeiter.

Ökosiedlung: An der Wedelstraße errichtet die Versorgungskasse der Üstra unter Verwendung von Holz 140 Wohnungen – vor allem für Mitarbeiter.

Rund 400 Wohnungen für bis zu 1000 Menschen sollen an der Seelhorst entstehen. Für das Projekt am Annastift haben sich die Diakonischen Dienste Hannover (DDH) eine Reihe von Partnern gesucht. Das Besondere an dem Vorhaben ist, dass sämtliche Wohnungen barrierefrei sein sollen. Der Start der Arbeiten ist für das Frühjahr geplant.

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Bevor es an der Constantinstraße in der List richtig losgehen kann, muss zunächst das ehemalige VHV-Gebäude dort abgerissen werden. Bereits im Dezember starteten die Arbeiten. Neben den 250 Geschosswohnungen will die Wohnkompanie Nord dort bis 2020 auch 24 Stadthäuser errichten. Im nördlichen Bauabschnitt sollen 84 Wohnungen noch in diesem Jahr fertig werden.

Kommt weg: Das ehemalige VHV-Gebäude an der Constantinstraße. Auf der Fläche sollen Wohnungen entstehen.

Kommt weg: Das ehemalige VHV-Gebäude an der Constantinstraße. Auf der Fläche sollen Wohnungen entstehen.

Besonders betroffen von der Wohnungsknappheit in Hannover sind Studenten. Für sie baut das Studentenwerk an der Dorotheenstraße in Herrenhausen 68 Wohnungen, die Ende August fertig sein sollen. Ebenfalls für Studenten geeignet sein sollen die 122 Micro-Appartements, die die Hanova am Klagesmarkt errichtet. Die Arbeiten dort sollen im Oktober abgeschlossen werden.

Auch im Straßenbau steht einiges an – lesen Sie hier, was in 2019 geplant ist.

Von Christian Bohnenkamp

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