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Popstar kommt nach Hannover

Darum freut sich Anastacia so sehr über Schnee

Eine Tour zum 22-jährigen Jubiläum: Anastacia startet 2022 ihre „I’m Outta Lockdown“-Tour durch Europa.

Eine Tour zum 22-jährigen Jubiläum: Anastacia startet 2022 ihre „I’m Outta Lockdown“-Tour durch Europa.

Hannover.Sie hat nicht nur eine starke Stimme und starke Hits produziert, Anastacia (53) ist auch privat eine Kämpferin. Im Interview erzählt sie, was ihr Kraft und Halt gibt.

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Sie haben bei Instagram gerade den ersten Schnee gefeiert. Mögen Sie den Winter mehr als andere Jahreszeiten?

Ich bin in Chicago aufgewachsen, in Illinois ist das Wetter oft schneereich und kalt. Wenn ich Schnee sehe, fühle ich mich wie ein kleines Kind, das sich sofort hinlegen und einen Engel im Schnee machen möchte. Deswegen fand ich das auch so aufregend, als die Schneeflocken auf meinem Haaren landeten. An dem Tag war ich in der Schweiz und ich glaube, den meisten Schweizern war es gar nicht so recht, dass es so früh schneite. Ich glaube, der Schnee kam nur, weil ich ihn sehr gut gebrauchen konnte.

Stecken Sie schon im Vorbereitungsstress für Weihnachten und Silvester?

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Weihnachten und Silvester verbringe ich mit meiner Familie, so wie in den letzten Jahren auch. Wobei ich nicht mehr wild auf Silvesterpartys bin. Je älter ich werde, desto weniger gerne gehe ich aus. Früher hat es mir mehr Spaß gemacht, heute muss ich nicht mehr lange aufbleiben. Wir werden aber bestimmt eine wunderbare Zeit haben. Gerade jetzt fühle ich mich gesegnet: Wir haben alle viel gearbeitet und diese Pandemie stellt zusätzlich eine große Belastung dar. Ich habe versucht, den Segen zu nutzen, den sie mir gibt.

Welchen Segen?

Die Pandemie hat mir mehr Zeit mit Freunden gegeben. Mehr Zeit, um nach innen zu schauen. Mehr Zeit, um herauszufinden, was gut für den Verstand und das Herz ist, anstatt sich so viele Gedanken darüber zu machen, was alles passieren könnte – was ja sehr stressig ist. Das gilt übrigens auch für die neue Variante des Virus, Omikron. Wir dürfen uns davon nicht aus der Ruhe bringen lassen, werden auch das schaffen.

Was stimmt Sie so zuversichtlich?

In den vergangenen Jahrhunderten haben wir so vieles überwunden. Ich kann solch verrückte Dinge meistern, wenn ich weiß, dass es da noch eine andere Seite gibt. So habe ich meine Krebserkrankung betrachtet, meinen Morbus Crohn. Es macht keinen Spaß, so etwas durchzumachen. Aber wenn man es schon muss, macht es Hoffnung, zu wissen, dass noch mehr dahintersteckt.

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Anastacia

*17. September 1968 in Chicago (US-Staat Illinois). Ihre Mutter Diane ist Schauspielerin, Vater Robert Sänger. Als die Eltern sich trennen, zieht sie mit ihrer Mutter nach New York. Tanzen ist ihre Leidenschaft, sie ist in Musikvideos von Salt’n’Pepa („Everybody get up“, „Twist and Shout“) zu sehen. Sie nimmt an einem Gesangswettbewerb von MTV teil – den gewinnt sie nicht, dafür erhält sie Angebote für Plattenverträge. Der Durchbruch gelingt ihr im Jahr 2000 mit dem ersten Album „Not that Kind“, sechs weitere folgen, verkaufen sich millionenfach. Sie leidet seit Jugendjahren an der Darmkrankheit Morbus Crohn, erkrankt 2003 an Brustkrebs, gründet daraufhin den Anastacia Fund. Nach einer erneuten Krebserkrankung lässt sie sich 2013 die Brüste entfernen. Anastacia gewinnt unter anderem Echo, Bambi, MTV Europe Music Awards. Die Ehe mit ihrem Ex-Bodyguard Wayne Newton (54) scheitert nach drei Jahren. www.anastacia.com

Apropos Stress: Sind Sie an Feiertagen mehr Gastgeberin oder mehr Gast?

Früher war ich mehr die Gastgeberin, heute genieße ich es, Gast zu sein. Ich kann nicht leugnen, dass ich gerne sage: Ja, ich hätte gerne noch einen Nachschlag (lacht).

Zoom-Interview: Im Gespräch mit NP-Redakteurin Mirjana Cvjetkovic zeigt Popstar Anastacia auch ihren Hund Mia.

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Ihr siebtes Studioalbum „Evolution“ haben Sie vor vier Jahren veröffentlicht. Wer quengelt mehr nach neuem Stoff: Ihre Fans oder Sie selbst?

Ich glaube meine Fans. Und nächstes Jahr wird es auch neue Songs geben. Eigentlich warte ich ja immer, bis ich ein ganzes Album vorbereitet habe. In dieser Hinsicht hat sich die Welt allerdings verändert, die Musik wird von Singles bestimmt. Vor der Tour werde ich also einige neue Singles rausbringen.

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In welche Richtung gehen die?

Die erste Single ist der Song „American Night“ und gehört zum Soundtrack des gleichnamigen Films. Es ist eine Ballade, die ich dafür geschrieben habe, sie erscheint im Februar. Der nächste Song wird ein typischer Anastacia-Song: schneller, kräftiger, frecher. Ein temporeiches Lied, das ich als eine Art Überlebenskünstlerin gerne genau so performe.

Ihr Leben zwang Sie durch so einige Tiefen. Sie gelten als Kämpferin, die anderen Mut macht und motiviert, positiv zu bleiben und nicht aufzugeben. Wer oder was gibt Ihnen Kraft?

Menschen da draußen. Da gibt es immer etwas, das mich zum Lachen bringt. Bei Instagram zum Beispiel. Solche Dinge können einen von dem ablenken, was man gerade in den Nachrichten gesehen hat. Die Welt hilft uns allen, zu überleben. Es hängt davon ab, worauf man sich konzentriert. Klar, ist es nicht einfach. Aber ich versuche immer, bei negativen Dingen das Positive darin zu sehen.

Das Jahr 2016: Hier rockt Anastacia mit ihrer Band im Theater am Aegi.

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Ihre Tour heißt „I’m Outta Lockdown“. Was denken Sie: Wann kommen wir aus diesem Desaster raus?

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Ich habe mich impfen lassen, ich habe mich doppelt impfen lassen und ich habe mich boostern lassen. Früher habe ich das kaum getan. Nicht, weil ich gegen Impfungen bin, aber irgendwie brauchte ich es einfach nicht. Nun ich brauche sie, um zu überleben und mit dem Leben weiterzukommen. Es gibt sehr kluge Ärzte auf unserem Planeten. Die Besten der Besten, die alle das Gleiche sagen. Sich impfen zu lassen, Masken zu tragen – das wird nicht erzählt, um Leute depressiv zu machen.

Was sagen Sie Leuten, die sich nicht impfen lassen?

Sie brauchen Zeit. Ich respektiere das. Aber sie sollten auch wissen, dass die meisten Menschen mit der Impfung okay sind! Es ist ein sehr komplexes Thema. Ich wünsche mir, dass wir wieder nett zueinander sind. So wie wir es vor zwei Jahren waren, als alle noch an die Wissenschaft glaubten. Man legt ja auch einen Sicherheitsgurt an, um sich und andere zu schützen. Warum trägt man eine Maske? Um sich und andere zu schützen.

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Sie geben 37 Konzerte europaweit in zwei Monaten: Wie halten Sie sich da fit?

Ich spiele zwei, drei Konzerte, habe einen Tag frei und dann wieder zwei, drei Konzerte in Folge. Das ist mein Job, das bin ich gewohnt. Meine Stimme ist sehr athletisch, das Ganze also irgendwie olympisch.

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Anastacia macht anlässlich ihrer "I'm Outta Lockdown"-Tour auch in Hannover halt. Sie tritt am 12. Oktober 2022 im Kuppelsaal des HCC auf. Tickets kosten zwischen 63,15 und 91,90 Euro. Sie sind in den NP-Ticket-Shops (etwa Lange Laube 10) erhältlich oder online unter neuepresse.de/tickets

Von Mirjana Cvjetkovic

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