Ernst-August-Platz

Chaos-Kurve am Hauptbahnhof: Wer steigt hier durch?

Verboten: Das Linksabbiegen in den Posttunnel. Diesen Autofahrer stört das allerdings wenig. Er ignorierte Schilder und Markierungen.

Verboten: Das Linksabbiegen in den Posttunnel. Diesen Autofahrer stört das allerdings wenig. Er ignorierte Schilder und Markierungen.

Hannover. Deutliche Verbesserungen und eine „frühzeitig und eindeutig erkennbare Verkehrsführung“ sah die Stadt schon im Sommer. Doch nicht eindeutig genug? Die Verwaltung hat an der Chaos-Kurve vor der Ernst-August-Galerie noch einmal deutlich nachgebessert. Probleme aber bleiben.

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Am auffälligsten sind die roten Markierungen, die die Stadt für Radfahrer aufgepinselt hat. Sie sollen deutlich machen, dass diese aus der Kurt-Schumacher-Straße kommend links in den Posttunnel abbiegen dürfen.

Autos jedoch ist das verboten. Deswegen hat die Stadt zusätzlich durchgezogene Linien aufmalen lassen, die zeigen, wo diese entlang fahren sollen: Aus der Kurt-Schumacher-Straße kommend rechts in die Schillerstraße, aus dem Posttunnel kommend schräg links in die Schillerstraße.

Autofahrer ignorieren Regelungen

So zumindest die Theorie: In der Praxis ignoriert allerdings immer noch ein großer Teil der Autofahrer die Abbiegeverbote und überfährt munter die durchgezogenen Linien. Jens Pielawa von der Initiative Pro-D-Tunnel hat zudem ein neues Problem ausgemacht. Er warnt davor, dass die neue Linie, die den Weg für Autofahrer aus dem Posttunnel in die Schillerstraße weist, „direkt in den Gegenverkehr führt und damit Geisterfahrer produziert“.

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„Taxi frei“ ist auf diesem Schild durchgestrichen

„Taxi frei“ ist auf diesem Schild durchgestrichen. Nur noch Radfahrer und Busse dürfen rechts in die Kurt-Schumacher-Straße.

Auch Martin Prenzler, Geschäftsführer der Citygemeinschaft, hat eine „große Irritation bei Autofahrern“ und eine „immer noch immens hohe Quote an Falschfahrern“ beobachtet.

Verwirrend außerdem, dass die Stadt am Mast an der Kreuzung das Zeichen „Taxi frei“ durchgestrichen hat, wenige Meter dahinter jedoch zwischenzeitlich ein provisorisches Schild aufstellte, mit dem es das wieder erlaubte. Verkehrsführung „nach dem Prinzip Versuch und Irrtum“, nennt das Pielawa, aus dessen Sicht es an dieser Kreuzung jedoch schon „zu viele Irrtümer“ gegeben hat.

Maßnahmen für den Weihnachtsverkehr

Laut Stadtsprecherin Michaela Steigerwald sollen die neuen Maßnahmen „insbesondere im Weihnachtsverkehr“ Autofahrer dazu animieren, „sich regelkonform zu verhalten“. Außerdem sollen auch „im weiteren Umfeld“ Schilder darauf aufmerksam machen, dass das Befahren des Posttunnels in Richtung Raschplatz verboten ist. Sie sollen über die Otto-Brenner-Straße und die Celler Straße dorthin geleitet werden.

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Außerdem ist an den Adventswochenenden im Bereich Mehlstraße, Andreaestraße und Schillerstraße eine temporäre Ampel im Einsatz. Sie soll vor allem im Bereich des Kaufhofs für einen besseren Abfluss der Fahrzeuge sorgen. In den Hauptstoßzeiten am vergangenen Wochenende wurde diese sogar per Hand bedient.

Das alles ist Teil eines Zwölf-Punkte-Plans, den die Stadt zusammen mit einem Ingenieurbüro erarbeitet hat. Zumindest am ersten Adventswochenende sei es „besser gelaufen als im Vorjahr“, sagt Prenzler. Er ist „froh, dass die Stadt unsere Sorgen Ernst nimmt“.

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Von Christian Bohnenkamp

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