Der TOPNEWS-Letter

9-Euro-Ticket mit Zukunft?

Ein Kommentar von Christian Bohnenkamp.

Das 9-Euro-Ticket auf dem Prüfstand.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit einem Monat können die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland für 9 Euro den Nahverkehr nutzen - Zeit für ein erstes Fazit? Die Intitiative soll nach dem Wunschdenken der Bundesregierung einen langfristigen Effekt haben, mehr Menschen in den öffentlichen Nahverkehr zu holen. Weg vom Auto, hin zur Mobilitätswende. Verkehrsminister Bernd Althusmann hat sich bereits heute im Landtag dafür ausgesprochen, nach dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets Ende August ein kostengünstiges Deutschland-Ticket einzuführen. Alles schön und gut - klingt auf dem Papier sicherlich fantastisch. Die Realität sieht allerdings anders aus, gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen. In Hannover bietet das 9-Euro-Ticket als eine günstige Alternative mal eben die Stadtbahn statt des Auto in der City zu nutzen. Bereits für jemanden, der um Umland wohnt, dürfte das Fahren oft weiterhin die bessere Wahl sein. Ausgedünnte Fahrplanzeiten bei Bussen, Verspätungen oder Ausfälle bei S-Bahnen, überfüllte Züge, weniger Flexibilität.

Laut des „Niedersachsen Check“, der großen Meinungsumfrage von Forsa, glauben 71 Prozent der Niedersachsen nicht an einen langfristigen Effekt durch das 9-Euro-Ticket. Gerade Einwohner kleiner Ortschaften wollen zukünftig den Nahverkehr nicht häufiger nutzen. Was kann uns das sagen? Anstatt beim öffentlichen Nahverkehr gerade in ländlichen Gebieten immer mehr zu sparen, vielleicht in die Infrastruktur investieren. Die vollen Züge zum Start des 9-Euro-Tickets haben ja bereits gezeigt, dass der Wunsch nach mehr Nahverkehr zwar da sein mag auf vielen Seiten, die Gegebenheiten dem aber einfach noch nicht entsprechen.

Seit dem 1. Juni gilt bundesweit im Nahverkehr das 9-Euro-Ticket.

Seit dem 1. Juni gilt bundesweit im Nahverkehr das 9-Euro-Ticket.

Die Topnews aus Hannover und Welt

 

Das Zitat des Tages

Wir sehen, dass die Omikron-Sublinie BA.5 mittlerweile die dominierende Variante ist. Diese Variante ist noch einmal infektiöser. Aber wir sehen keine Zunahme von schweren Covid-Verläufen.

Thomas Fühner

Chefarzt der Klinik für Pneumologie am Siloah

den Artikel dazu finden Sie hier

 

Der Tipp des Abends

Sie kennen vielleicht das düstere Musical vom Broadway oder den Film mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter: Sweeney Tood. Nun läuft das Stück auch im Schauspielhaus Hannover. Und darum geht es: Unter dem Namen Sweeney Todd eröffnet Benjamin Barker, gerade nach unrechtmäßiger Verbannung zurückgekehrt nach London, einen Barbier-Laden in der Fleet Street. Sein Rasiermesser wird dabei zur tödlichen Waffe, um Rache an verschiedenen Menschen zu nehmen. Der Musical-Thriller startet heute um 19.30 Uhr, Einführung ist 30 Minuten zuvor. Es gibt noch ausreichend Karten.

Bis dahin!

Katharina Klehm

Redakteurin

 

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