Der TOPNEWS-Letter

Luft raus: Geht dieser Klimaprotest zu weit?

Rebellion of one, bundesweiter XR-Protest auch in Hannover

Plakativ: Vereinzelter Klimaprotest auf einer Straße in Hannover.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Es ist gar nicht lange her, da sammelte eine Generation junger Klimaschützer weltweit Sympathiepunkte. Natürlich stand nicht jeder hinter ihren Forderungen, dennoch war ihr Anliegen durchaus nachvollziehbar. Weil junge Menschen, die meisten noch Schüler, uns Ältere daran erinnerte, dass sie den Dreck den wir verursachen, irgendwie aufräumen müssen. Was mit dem bockigen Protest einer Schülerin in Schweden begann entwickelte sich zur Fridays-for-Future-Bewegung und weiter zu einer generellen Debatte, wie wir die Klimaprobleme und Umweltsünden auf unserem Planeten in den Griff bekommen.

Dann kam Corona, der Krieg, die Energiekrise samt Inflation und Klima war nur noch eines von vielen Problemen und bei weitem nicht mehr das wichtigste in der öffentlichen Debatte. Das führte offenbar zu einem Gefühl der Hilflosigkeit bei einigen Klimaschützern und zu Frustration. Und zu der Schlussfolgerung, dass es in ihrem Überzeugungskampf künftig eine Spur härter zugehen müsse. Aus Mahnern mit guten Argumenten wurden Aktivisten, die den Knüppel aus den Sack holten. Nun werden Kunstwerke beschädigt, Autos demoliert, Konzerte sabotiert, Straßen und Flughäfen besetzt. Wenn diese Aktionen treffen, ist den Aktivisten offenbar egal. Die Aktion steht im Mittelpunkt, da kann man schon mal das Ziel aus den Augen verlieren. Denn auf der Strecke bleibt die Akzeptanz für mehr Umweltschutz, weil berechtigte Forderungen friedlicher Umweltschützer mit den Taten von Klimaklebern in einen Topf geworfen werden. Und damit steht ein altbekannter Verlierer mal wieder fest: Der Klimaschutz.

Klimaschützer haben in der Nacht in Hannover die Luft aus den Reifen von SUVs gelassen.

Polarisierender Protest: Klimaschützer haben in der Nacht in Hannover die Luft aus den Reifen von SUVs gelassen.

 

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Das Zitat des Tages

Der Ruf des Sofas scheint sehr stark zu sein.

Ergebnis einer aktuellen Studie aus Frankreich

den Artikel dazu finden Sie hier

 

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Harald Thiel

Chef vom Dienst im Newsroom

 

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