Gastro-Typen

Welche Drinks laufen im „Falkners“ am besten, Jeff Schmidt?

Barkeeper und Zuhörer: Jeff Schmidt arbeitet seit 2014 im „Falkners“.

Barkeeper und Zuhörer: Jeff Schmidt arbeitet seit 2014 im „Falkners“.

Hannover. Seit 2014 ist Jeff Schmidt (37) die rechte Hand von Mirco Peters und Barmanager in der Cocktailbar „Falkners“ in der List. Er weiß, warum ein offenes Ohr für die Gäste das A und O ist.

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Woher kommt der Name „Falkners“?

Mirco Peters hat das „Falkners“ seit 22 Jahren. Zwei Jahre zuvor hatte den Laden Steven Falkners ins Leben gerufen. Und so wurde der Name übernommen.

Jeff Schmidt

* 3. Januar 1985 in Minden. Nach der Schule geht Jeff Schmidt fünf Jahre zur Bundeswehr, bis er anfängt, Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Hannover zu studieren. Es folgen einige Jahre auf dem „Schifftaurant“ im Lister Yachthafen, bis er 2014 als Barmanager im „Falkners“ an der Ferdinand-Wallbrecht-Straße 6 anfängt. Schmidt spielt Volleyball und liest gerne. Er isst am liebsten im „Loris“ in der Oststadt, bei „Max Walloschke“ am Steintor und in der „Ständigen Vertretung“ am Aegi. Geöffnet ist das „Falkners“ täglich von 18 Uhr an.

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Was macht die Bar so besonders? 

Ich glaube, wir sind über den Stadtteil hinaus bekannt. Alleine schon wegen unserer Beständigkeit über die 22 Jahre. Viele unserer Gäste gehen nicht ins „Falkners“, sondern sie gehen zu Mirco und Jeff. Wir sind einfach wir.

Was machen Sie als Ausgleich zur Arbeit?

In meiner Freizeit gehe ich mit meinen beiden Hunden Liv und Mogli raus oder joggen. Mogli war früher ein richtiger Barhund. Inzwischen ist er aber Rentner und lieber zu Hause (lacht).

Von Mitte 20 bis jenseits der 80: Im „Falkners“ treffen sich vielfältige Gäste.

Von Mitte 20 bis jenseits der 80: Im „Falkners“ treffen sich vielfältige Gäste.

Wie alt ist ihr ältester Gast?

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Es gibt einige. die schon über 80 sind. Aber eine echte Instanz ist Almut, obwohl sie von der 80 noch weit entfernt ist. Almut ist hier quasi Geschäftsführung, Beirat, Vorstand, Inventar, Stimme, alles. Sie ist hier Gast, seit es den Laden gibt und gehört dazu. Bei uns feiern Gäste von Mitte 20 mit den älteren harmonisch zusammen, alle haben eine gute Zeit. Hier gibt es eigentlich nie Stress.

Welcher Drink läuft bei Ihnen am besten?

Gin Tonic und Moscow Mule. Aber wir sind eine sehr klassische Bar. Wir müssen uns nicht regelmäßig neu erfinden oder jeden Trend mitmachen. Wir bewirten unsere Gäste gern solide und in typischer „Falkners“-Manier. Wir haben rund 80 Cocktails, 60 verschiedene Gin-Sorten, 30 Whiskeys. Und alles hat seine Berechtigung. Wir haben unsere Karte an die Bedürfnisse unserer Gäste angepasst.

Einer der Klassiker im „Falkners“: Ein Gin Tonic, zubereitet mit frischer Gurke.

Einer der Klassiker im „Falkners“: Ein Gin Tonic, zubereitet mit frischer Gurke.

Wann haben Sie selbst das letzte Mal über die Strenge geschlagen?

Mein letzter Filmriss ist schon länger her, das war vor einigen Jahren auf dem Maschseefest. Das ist für uns Gastronomen aber auch immer schwierig. An jedem Stand trifft man einen anderen Kollegen, mit dem man einen trinken soll. Ich weiß noch, dass ich in den Groove Garden gegangen und danach zu Hause aufgewacht bin. zum Glück habe ich noch einen Taxibeleg gefunden und konnte ein bisschen was nachvollziehen.

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Wie haben Sie Corona erlebt?

Im ersten Lockdown standen wir unter Schock. Dann haben wir mit unserem Außer-Haus-Geschäft angefangen, das ist auch super gelaufen. Die Leute durften nur nicht vor der Tür trinken, sie sind immer zwischen Lister Platz und uns hin und her gependelt (lacht). Viele Gäste haben uns auch mit Gutscheinen unterstützt. Und im zweiten Lockdown haben wir dann sehr ausführlich renoviert, die Küche und die Toiletten neu gemacht, die Decke abgehängt, gestrichen. Alles.

Der Lieblingsplatz des Wirtes: die Außenterrasse des „Falkners“ an der Lister Meile.

Der Lieblingsplatz des Wirtes: die Außenterrasse des „Falkners“ an der Lister Meile.

Welche Abende im „Falkners“ waren ganz besondere?

Das Lister-Meilen-Fest war immer ein Highlight. Das geht bis 21 Uhr, und danach sah man die Karawane immer schon hier rüberziehen. Dafür haben wie draußen immer zwei weitere Bars aufgebaut, drinnen war einfach kein Durchkommen mehr.

Worauf freuen Sie sich im Sommer am meisten?

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Auf unsere Außenterrasse. Das ist unser Baby. Da passen locker 40 Gäste drauf, plus 30 an unsere Stehtischen draußen vor den Fenstern. Das ist eine tolle Atmosphäre.

Gastro-Nachbarn: Im „Falkners“ können Gäste Speisen von „Da Toni“ oder aus „Mangals Kitchen“ bestellen und in der Bar verzehren.

Gastro-Nachbarn: Im „Falkners“ können Gäste Speisen von „Da Toni“ oder aus „Mangals Kitchen“ bestellen und in der Bar verzehren.

Speisen bieten Sie nicht an, aber auf einer Kreidetafel steht: „Aber wir können telefonieren“. Was hat es damit auf sich?

Wenn unsere Gäste Hunger bekommen, bieten wir ihnen an, etwas beim Bringdienst „Da Toni“ gegenüber oder im „Mangals Kitchen“ zu bestellen und abzuholen. Die Gerichte können Sie dann bei uns verzehren.

Wohin gehen Sie gern auf einen Drink, wenn Sie Zeit haben?

Zu David und Juljan in die „Sternwarte“ an der Theaterstraße. Oder ins „Bukowskis“ an der Königstraße. Früher sind wir nachts auch mal rüber ins „Space Age“ und haben morgens geholfen, die letzten rauszutragen (lacht). Aber meistens kommen die anderen Gastronomen abends noch zu uns, weil wir unter der Woche oft am längsten aufhaben. Und das sieben Tage die Woche.

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Ist eine Bar am Ende mehr als nur Getränkeaufnahme?

Auf jeden Fall. Wir hören hier oft mehr, als wir vielleicht sollten und deswegen ist Diskretion das A und O. Zu uns kommen Menschen, wenn sie einen guten Tag hatten, aber auch, wenn es mal nicht so gut lief oder sie jemanden brauchen, der zuhört. Man muss menschlich bleiben. Sonst ist die Gastronomie nicht die richtige Branche.

Möchten Sie Ihren Gästen etwas sagen?

Ich möchte mich bei den besten Gästen dieser tollen Stadt bedanken. Dafür, dass sie immer für uns da sind. Genau so, wie wir immer für sie da sind.

Von Luisa Verfürth

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