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Baustelle am Braunschweiger Platz

Hier soll das „Tanz Loft“ von Anissa und Barynia Bothe entstehen

Der Baubeginn naht: Anissa (rechts) und Barynia Bothe auf dem Grabeland am Braunschweiger Platz.

Der Baubeginn naht: Anissa (rechts) und Barynia Bothe auf dem Grabeland am Braunschweiger Platz.

Hannover. Hier und da streckt mal ein lilafarbener Krokus seinen Kopf gen Sonne, sonst ist auf dieser Fläche am Bischofsholer Damm nicht viel zu sehen. Dass sich dort etwas tun wird, ist allerdings offensichtlich: Das einen Steinwurf vom Braunschweiger Platz entfernte Grabeland ist umzäunt, daran befestigt die Hinweise auf eine Baustelle: Hier soll es entstehen, das „Tanz Loft“ von Anissa (32) und Barynia Bothe (35).

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Die Schwestern fiebern ihrem ersten eigenen Projekt schon ganz schön entgegen: Bei der Begehung des etwa 2100 Quadratmeter großen Grundstücks haben die beiden ziemlich genau vor Augen, wie sich das Gebäude dort machen könnte. „Geplant sind fünf Tanzsäle mit großen, langen Fenstern und Blick auf den Braunschweiger Platz sowie die Bahnstrecke“, erläutert Anissa Bothe. „Wir wollen eine Begegnungsstätte für Tanzbegeisterte schaffen und all diejenigen, die es noch werden wollen.“

Brüten über den Bauplänen: Anissa (rechts) Barynia Bothe haben genaue Vorstellungen von ihrer ersten eigenen Tanzschule.

Brüten über den Bauplänen: Anissa (rechts) Barynia Bothe haben genaue Vorstellungen von ihrer ersten eigenen Tanzschule.

Neben klassischen Tanzangeboten wie Foxtrott und Wiener Walzer sowie Hip-Hop-Kursen wollen die Schwestern das Angebot etwa um Yoga, Ballett, Faszien-Pilates und kleine Stretch-und-Relax-Einheiten für die Mittagspause erweitern. „Unsere Vision ist es, die Tanzkultur zu stärken und mit diesem Standort den Menschen im Umfeld eine Möglichkeit zu geben.“

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Tanzen von klein auf: Anissa (links) und Barynia Bothe haben als Kinder Gefallen an Bewegung zur Musik gefunden.

Tanzen von klein auf: Anissa (links) und Barynia Bothe haben als Kinder Gefallen an Bewegung zur Musik gefunden.

Die Bothe-Damen sind seit klein auf vom Tanzen umgeben: Ihr Großvater Winfried Bothe (87) gründete 1954 seine erste Tanzschule, dessen Tochter Susanne (die Mutter der beiden Mädels) und ihr damaliger Mann Michael eröffneten 1993 an der Hildesheimer Straße die Tanzschule Susanne Bothe. "Eigentlich wollten wir nie in das Geschäft einsteigen", sagen Anissa und Barynia Bothe unisono. "Bei uns war das Thema, ganz gleich ob tänzerisch oder kaufmännisch, am Esstisch immer präsent. Darauf hatten wir keine Lust."

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Aufs Tanzen dagegen schon: Beide haben jeweils im zarten Alter von zwei Jahren angefangen, übers Parkett zu toben und spielerisch immer mehr Schritte einzustudieren. „Kurz vor dem Abitur habe ich dann doch gemerkt, dass ich mehr Lust habe, Kinder für Meisterschaften zu trainieren als auf Mathekurse“, so die 35-Jährige, die 2009 und 2010 sogar am New Yorker Broadway Center getanzt hat. Sie fand Gefallen an der Arbeit in der Tanzschule, studierte BWL, ihre Schwester Anissa stieg über eine kaufmännische Ausbildung ebenfalls in den elterlichen Betrieb ein.

Stolze Mama: Susanne Bothe mit ihren Töchtern Barynia (links) und Anissa (rechts), die ihre Tanzschule an der Hildesheimer Straße im Jahr 2020 übernommen haben.

Stolze Mama: Susanne Bothe mit ihren Töchtern Barynia (links) und Anissa (rechts), die ihre Tanzschule an der Hildesheimer Straße im Jahr 2020 übernommen haben.

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„Dass wir jetzt etwas Eigenes machen, ist irgendwie surreal“, gesteht Barynia Bothe. Und während bei den ersten Planungen im Jahr 2018 das Ganze noch Lichtjahre entfernt schien, rückt die Umsetzung des eigenen Geschäfts immer näher. Wann der erste Spatenstich gemacht werden sollen, ist noch nicht genau klar, irgendwann in der zweiten Jahreshälfte soll es aber so weit sein. „Dann hoffen wir, dass wir 2023 die ersten Gäste begrüßen können.“

Die Tanzlehrerinnen haben „Respekt vor der Aufgabe, so ein riesiges Projekt zu planen, durchzuführen und dann mit etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu führen“, gesteht Anissa Bothe. „Gleichzeitig wissen wir, wie viel Freude dieses Hobby bringt – uns, aber auch den Mitgliedern.“ Gerade in diesen schwierigen Zeiten sei Tanzen eine Aktivität, die Spaß mache und auf andere Gedanken bringe. Ihre Tanzschule soll ein moderner Ort im Loftstil werden, „an dem sich Menschen wie zu Hause fühlen“, so Anissa Bothe.

Hereinspaziert: Barynia (links) und Anissa Bothe (rechts) zeigen NP-Reporterin Mirjana Cvjetkovic den Ort am Braunschweiger Platz, an dem ihre eigene Tanzschule entstehen soll.

Hereinspaziert: Barynia (links) und Anissa Bothe (rechts) zeigen NP-Reporterin Mirjana Cvjetkovic den Ort am Braunschweiger Platz, an dem ihre eigene Tanzschule entstehen soll.

Es soll beispielsweise eine Lounge zum Verweilen geben, eine Bibliothek soll eingerichtet, die Möglichkeit für Kinderbetreuung geschaffen werden, in Ausstellungen sollen Künstler ihre Werke präsentieren können. "Es soll ein Ort werden, an dem man sich gerne aufhält", ergänzt die ältere Bothe-Schwester. Und während sie selbst mehr auf Paartänze steht, zieht Anissa Bothe das Tanzen in Clubs und auf Festivals vor. "Mich zu bewegen und den Bass von Musik zu fühlen, das vermisse ich schon sehr." Bald kommt noch der Beat von schwerem Baugerät hinzu – auch aufregend.

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