Musical

„Thriller – Live“ begeistert in der Swiss-Life-Hall

Beeindruckend: Tänzerisch ist „Thriller – Live“ nah am Original.

Beeindruckend: Tänzerisch ist „Thriller – Live“ nah am Original.

Hannover. Im Intro hält sich „Thriller – Live“ nicht zurück: „Can’t Stop ‘Til You Get Enough“, blitzender Handschuh, „Billie Jean“ und die ersten Moondance-Moves – so viel Vorschau wäre in anderen Shows kaum möglich, ohne etwas vorwegzunehmen. Doch hier, bei Michael Jacksons Hit-Revue, ist die Ouvertüre nur ein Einblick in all die Gründe, warum 1500 Zuschauer in die Swiss-Life-Hall gekommen sind.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Und es zeigt, warum Michael Jacksons Songs, Gesang und Tanz immer noch reihenweise Leute von den Sitzen reißen. Im Klassiker vom Westend (dort läuft das Musical seit mehr als zehn Jahren) teilen sich fünf Darsteller den erwachsenen Jacko, dazu kommen der Mini-Michael aus der Jackson-5-Ära und ein ganzes Tanzensemble plus Liveband.

Die vielen Variablen sind perfekt eingespielt – logischerweise, bei der Laufzeit – und was die Show an Material mitbringt, ist erstaunlich: Eine Chronologie von Motown („ABC“, „I Want You Back“) über das Disco-Fieber („Blame It On The Boogie“) bis zu den monumentalen Pop-Alben „Off the Wall“, „Thriller“ und „Bad“ – beim Albumtrack „She’s Out of My Life“ darf sich Rory Taylor profilieren, wohl die beste der vier MJ-Stimmen, die das Musical hat.

Den Michael Jackson, der in Interview-Outtakes offen zugab, wie sehr er das Touren hasste, der ganze Kitsch-Geschäfte in Los Angeles leerkaufte, der Mann mit dem merkwürdigen Verhältnis zu Kindern und Kinderstars – der wird natürlich ausgespart bei dieser Musikshow. Dafür brilliert die Revue aber in der Repräsentation des MJ, dem sie sich verschrieben hat, vom Gitarrensolo bei „Beat It“ bis zu den Robotics bei „Wanna be Startin‘ Something“ ist das ein einziger Mitmachabend, Dutzende Ohrwürmer werden verteilt, egal, welche von Jacksons Phasen man jetzt am besten findet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die erfolgreichste hebt sich die Show routiniert auf: „Billie Jean“, bei dem der erste Tänzer einen das Original fast übertreffenden Moondance abliefert, und „Thriller“, bei dem nicht nur der Mann in Lederjacke und seine Zombies tanzen – sondern mittlerweile auch die ganze Halle.

Von Lilean Buhl

Mehr aus Kultur

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen