Geteilte Meinungen

Debatte um den umstrittenen Hit „Layla“: So sind die Reaktionen im Netz

Das Duo DJ Robin & Schürze (links). Mit ihrem Song „Layla“ sorgen sie für eine Debatte.

Das Duo DJ Robin & Schürze (links). Mit ihrem Song „Layla“ sorgen sie für eine Debatte.

Seit mehreren Wochen belegt der umstrittene Ballermannhit „Layla“ Platz eins der deutschen Singlecharts. Rund um den Songtext, in dem es um eine „Puffmutter“ geht, ist eine Sexismusdebatte mit Folgen entbrannt: Die Städte Würzburg und Düsseldorf wollen nicht, dass der Song auf einem ihrer Volksfeste gespielt wird. Ein Radiosender will den Song nur am Wochenende nach 22 Uhr spielen – und erntet dafür einen Shitstorm. Eine Onlinepetition für den Song wurde gestartet und sogar der Justizminister Marco Buschmann meldete sich zu Wort. Kurz um: Layla spaltet die Gemüter und führt auch im Netz zu hitzigen Diskussionen. So sind die Reaktionen auf Twitter.

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Ist das verhältnismäßig?

Einige Nutzer kritisieren die Verhältnismäßigkeit der Empörung. So weist ein Redakteur des Tagesspiegels in einem Tweet daraufhin, dass „Layla“ nicht so in der Kritik stehen würde, wenn der Text englisch wäre:

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Andere Nutzer verweisen auf Lieder mit ähnlich kritischen Texten. So schreibt der Politiker Konstantin von Notz (Die Grünen) zu dem Songtext: „Das muss man in einer freien Gesellschaft aushalten. Erinnert mich an die Debatten um Falcos Jeanny.“

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Der Youtuber izzi, der mit bürgerlichem Namen Alexander Overath heißt, schaltet sich in die Diskussion ein und verweist auf andere Musikgenres: „‚Layla‘ wird verboten und Schlager ist 2022 offiziell härter als Deutschrap.“

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Welche Layla?

Anderer Text, selber Name. Das führte dazu, dass manch ein Nutzer wieder an den Siebzigerjahre Klassiker Layla von Eric-Clapton dachte: „Wer bei Layla an Ballermann und nicht an Eric Clapton denkt, muss auch ganz dringend mal überlegen, wo er im Leben falsch abgebogen ist.“

Besonders empörte die Entscheidung, das Lied auf dem Volksfest in Würzburg, später auch in Düsseldorf, nicht zu spielen. Hier schaltet sich sogar Bundesjustizminister Marco Buschmann in die Debatte ein und twittert: Ein Lied behördlich zu verbieten sei „eins zu viel“.

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Der Social-Media-Anwalt Chan-jo Jun kritisiert diesen Post aus juristischer Perspektive: Er erklärt, dass es nie ein behördliches Verbot der Stadt Würzburg gegeben habe, lediglich eine Bitte. In einem Video mit über 6500 Klicks gibt er an, das vor Ort überprüft zu haben. Er erklärt weiter, dass die Stadt Würzburg, die der Veranstalter des besagten Volkfestes war, durchaus darüber entscheiden dürfe, welche Lieder gespielt würden. Es gehe also um eine Entscheidung, aber kein behördliches Verbot.

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Auch ein anderer Tweet kritisiert diesen Aspekt. So schreibt ein Nutzer: „Wenn die Entscheidung, einen Inhalt auf Kirmes/Volksfest nicht zu spielen, schon ein Verbot ist, könnte ich behaupten: meine Bücher sind auf der Wiesn verboten! Der Veranstalter lässt sie nämlich nicht vorlesen.“

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#freelayla: Ikke Hüftgold startet Petition

Produzent des Liedes ist Ikke Hüftgold. Der Schlagersänger startete die Onlinepetition für den Song „Layla“. Auf Instagram zeigte er sich mit ernster Mine und einen Schild, auf dem #freelayla steht. „Gegen Zensur! Für ein Leben nach Corona! Für künstlerische Freiheit! Für Freiheit und freie Meinungsäußerung“, schrieb der Musiker dazu.

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Später äußerte er sich auch zur Debatte um „Layla“. Der „Bild“-Zeitung sagte er scherzhaft: „Ich hoffe, das Außenministerium um Frau Baerbock schaltet sich auch noch ein. Denn es sieht so aus, als würde ‚Layla‘ international Thema sein – eine weltweite Debatte. Wir sind für jeden Staatsempfang bereit, auch gern bei Herrn Biden.“

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Musiker können Aufregung nicht verstehen

In dem Ballermannhit von DJ Robin & Schürze, zurzeit auf Platz eins der deutschen Charts, heißt es unter anderem: „Ich hab‘ ‚nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler (...) Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsre Layla (...).“

DJ Robin kann die Aufregung nicht verstehen, in dem Lied gebe es keinen Sexismus. „Früher haben die Leute ‚Skandal im Sperrbezirk‘ gesungen oder ‚Wir fahren in den Puff nach Barcelona‘“, zitierte ihn die „Bild“-Zeitung. „Layla“-Kollege Schürze pflichtete ihm bei: „Für mich persönlich ist der Song nicht sexistisch, wie von manchem gesagt wird. Da wird keiner beleidigt und das ist der wichtigste Fakt an der Diskussion.“

RND/lka mit dpa

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