Zweite Booster-Impfung

Immunologe hofft auf rasche Stiko-Empfehlung zu angepassten Impfstoffen

Noch gibt es keine Empfehlung der Ständigen Impfkommissen, wer eine zweite Booster-Impfung bekommen sollte. Ein Immunologe macht nun Druck.

Noch gibt es keine Empfehlung der Ständigen Impfkommissen, wer eine zweite Booster-Impfung bekommen sollte. Ein Immunologe macht nun Druck.

Berlin. Angesichts der erwarteten EU-weiten Zulassung von ersten an Omikron angepassten Covid-19-Boostern sieht der Immunologe Carsten Watzl die Ständige Impfkommission (Stiko) in der Pflicht. Er hoffe auf eine möglichst zeitnahe Empfehlung des Gremiums zu der Frage, für welche Gruppen die Präparate eingesetzt werden sollten, sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie der Deutschen Presse-Agentur. Er erhalte dazu bereits Anfragen von Hausärzten.

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Ausgehend von den bekannten Daten hält Watzl eine Empfehlung für eine zweite Auffrisch-Impfung mit den neuen Präparaten nur für bestimmte Gruppen für wahrscheinlich, etwa für Menschen ab 60 Jahren, Menschen mit unterdrücktem Immunsystem oder mit Vorerkrankungen. „Ich wäre sehr überrascht, wenn die Stiko sagen würde, dass sich alle Erwachsenen noch mal impfen lassen sollen.“

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens war auf dpa-Anfrage zu den neuen Präparaten zunächst nicht zu erreichen. In einer bisherigen Impfempfehlung hatte es geheißen, die Stiko werde die Evidenz aufarbeiten und die Empfehlung gegebenenfalls anpassen, sobald die neuen Impfstoffe zugelassen und verfügbar sind.

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EMA berät in dieser Woche über neue Impfstoffe

Für Donnerstag hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA ein Treffen ihres zuständigen Ausschusses angekündigt: Es geht um Anträge von Biontech/Pfizer und Moderna auf Zulassung von Covid-19-Impfstoffen, die an die Omikron-Sublinie BA.1 angepasst sind. Nach Deutschland sollen - vorbehaltlich der Zulassung - in den beiden Wochen ab 5. September rund 14 Millionen Dosen der neuen Booster kommen, wie aus einem Schreiben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hervorgeht.

Die EMA prüft derzeit unter anderem bereits einen auf die aktuellen Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer.

RND/dpa

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