Ausbreitung nimmt weltweit zu

Erster Todesfall durch Affenpocken in Asien bestätigt

26.07.22 Fort Detrick, Maryland, USA: kolorierte Transmissionselektronenmikroskopische (TEM) Aufnahme von Affenpockenviruspartikeln (rot), die in einer infizierten Zelle (blau) gefunden wurde, die im Labor kultiviert wurde.

26.07.22 Fort Detrick, Maryland, USA: kolorierte Transmissionselektronenmikroskopische (TEM) Aufnahme von Affenpockenviruspartikeln (rot), die in einer infizierten Zelle (blau) gefunden wurde, die im Labor kultiviert wurde.

Neu Delhi. In Indien ist erstmals ein Todesfall eines mit Affenpocken erkrankten Patienten bestätigt worden. Der junge Mann habe keine anderen Gesundheitsprobleme gehabt, teilte die Gesundheitsministerin des betroffenen Bundesstaates Kerala, Veena George, am Montag mit. Er sei vor gut zwei Wochen (19. Juli) in den Vereinigten Arabischen Emiraten positiv auf das Virus getestet worden. Kurz darauf ist er ihren Angaben zufolge in seine Heimat Indien zurückgekehrt, wo er etwas später Fieber bekam, ins Krankenhaus musste und zuletzt an einem Beatmungsgerät gewesen ist. Er sei am vergangenen Samstag gestorben. Indische Tests hätten seine Erkrankung mit Affenpocken bestätigt. Kontaktpersonen von ihm würden beobachtet.

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Spanien meldet zweiten Todesfall durch Affenpocken

In Spanien ist ein zweiter Mensch einer Infektion mit Affenpocken erlegen.

In den vergangen Tagen waren auch erstmals in Europa Todesfälle nach einer Affenpocken-Infektion bekannt geworden. Die beiden Männer starben am Freitag und Samstag in Spanien, wie Gesundheitsbehörden des Landes mitteilten. Ein weiterer Todesfall wurde am Wochenende in Brasilien bestätigt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuvor beim aktuellen Affenpocken-Ausbruch fünf Tote registriert - alle in Afrika.

2667 Affenpockenfälle in Deutschland

Einem Bericht der „Deutschen Welle“ zufolge habe Indien bisher offiziell mindestens vier Fälle von Affenpocken registriert. Die WHO hat im Rahmen des jüngsten globalen Ausbruchs seit Anfang Mai über 18.000 Fälle in 78 Ländern außerhalb Afrikas gemeldet. In Deutschland sind 2677 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern ans Robert Koch-Institut übermittelt worden (Stand 1.8.). Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI aktuell als gering ein.

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Nach Angaben der UN-Gesundheitsbehörde wird das Virus normalerweise von Tieren auf Menschen übertragen (Zoonose). Die Krankheitssymptome sind im Allgemeinen weniger schwerwiegend als bei Pocken. Zu den Symptomen der Infektion gehören Fieber, Muskelschmerzen und ein Ausschlag, der Blasen bildet.

Das RKI empfiehlt aktuell eine Impfung für Kontaktpersonen von infizierten Menschen und Männer, die Sex mit Männern haben und dabei häufig die Partner wechseln. Affenpocken werden allerdings grundsätzlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Das Risiko ist nicht auf Menschen beschränkt, die sexuell aktiv sind oder auf Männer, die Sex mit Männern haben. Jeder, der engen körperlichen Kontakt mit einer ansteckenden Person hat, kann sich infizieren.

RND/dpa/hyd

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