Tiere

Streunerkatzen können kostenlos kastriert werden

Eine junge Katze sitzt in einem Gebüsch in Hildesheim.

Eine junge Katze sitzt in einem Gebüsch in Hildesheim.

Hannover (dpa/lni). Streunerkatzen können von diesem Montag (7. November) an wieder kostenlos in niedersächsischen Tierarztpraxen kastriert werden. Die Aktion wird vom Landwirtschaftsministerium in Hannover mit 150 000 Euro unterstützt, der Deutsche Tierschutzbund und dessen Landesverband steuern 20.000 Euro bei. Es sei erfreulich, dass sich das Land Niedersachsen trotz des Ukraine-Krieges und der anhaltenden Corona-Krise seiner Verantwortung stelle, sagte Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Niedersachsen. Laut Tierschutzbund lässt sich der Teufelskreis der unkontrollierten Vermehrung freilebender Katzen nur durch Kastration durchbrechen.

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Es handele sich bereits um die sechste Aktion dieser Art, hieß es. Seit Projektstart im Frühjahr 2018 konnten demnach 13.226 Katzen kastriert werden. Tierschützer arbeiten dabei stets mit der Landestierschutzbeauftragten und der niedersächsischen Tierärzteschaft zusammen.

Die verwilderten Hauskatzen seien nicht an ein Leben in der Natur ohne menschliche Unterstützung angepasst, teilte der Deutsche Tierschutzbund weiter mit. Die Tiere litten häufig unter Mangel- und Unterernährung, Parasiten oder Infektionskrankheiten wie Katzenschnupfen.

Um die Zahl der Streuner einzudämmen, sei eine möglichst flächendeckende Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen mit Freigang aus Privathaushalten notwendig, fordert der Tierschutzbund. Nach seinen Angaben haben in Niedersachsen bereits 480 Kommunen derartige Kastrationsgebote für Freigänger-Katzen erlassen. «Alle anderen Kommunen fordern wir auf, sich an benachbarten Städten und Gemeinden zu orientieren, die bereits mit gutem Beispiel vorangehen», sagte Ruhnke. Niedersachsen hat insgesamt rund 940 Gemeinden.

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© dpa-infocom, dpa:221105-99-393698/2

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