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Bundestag

SPD-Politiker Thomas Oppermann im Alter von 66 Jahren gestorben

Thomas Oppermann, seit 2017 Vizepräsident des Deutschen Bundestags, ist am Sonntag überraschend gestorben.

Thomas Oppermann, seit 2017 Vizepräsident des Deutschen Bundestags, ist am Sonntag überraschend gestorben.

Berlin.Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann ist völlig überraschend gestorben. Der 66-Jährige war am Sonntagabend bei TV-Arbeiten mit dem ZDF zusammengebrochen und wurde ins Krankenhaus gebracht, wie der Fernsehsender am Montagmorgen bestätigte. Zuvor hatten ThePioneer, N-TV und RTL über den Tod des 66-Jährigen berichtet.

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Auf Twitter bestätigte Arbeitsminister Hubertus Heil am frühen Montagmorgen den Tod seines Kollegen am Sonntagabend. Die Nachricht erfülle ihn mit tiefer Trauer, schrieb er in einem Tweet.

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Oppermann war nach ZDF-Angaben am Sonntag zum Thema „Bundestag und Corona“ als Live-Interviewgast in die Sendung „Berlin direkt“ eingeladen. Er sollte aus dem Göttinger Max-Planck-Institut in die Sendung geschaltet werden. Während der erste Beitrag in der Sendung gelaufen sei, sei er plötzlich zusammengebrochen. Oppermann sei dann in die Universitätsklinik Göttingen transportiert worden. „Das ganze Team von "Berlin direkt" ist bestürzt und tief betroffen“, teilte der Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Theo Koll, mit.

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Oppermann war Minister in Niedersachsen

Thomas Oppermann trat 1980 in die SPD ein, zehn Jahre später zog er als Abgeordneter in den niedersächsischen Landtag ein. 1998 wurde er im Kabinett von Gerhard Schröder Minister für Wissenschaft und Kultur. Dieses Amt hatte er auch unter Schröders Nachfolgern Gerd Glogowski und Sigmar Gabriel bis 2003 inne. 2005 wurde er Mitglied des Bundestags. Von 2007 bis 2013 war Oppermann parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, später Fraktionsvorsitzender. Nach der Wahl 2017 wurde er Vizepräsident des Deutschen Bundestags. Seinen Wahlkreis in Göttingen gewann er viermal hintereinander direkt.

Oppermann hatte Ende August angekündigt, bei der kommenden Bundestagswahl nicht erneut antreten zu wollen. „Nach 30 Jahren als Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag und im Deutschen Bundestag ist für mich jetzt der richtige Zeitpunkt, noch einmal etwas anderes zu machen und mir neue Projekte vorzunehmen“, hatte er erklärt.

Richter am Verwaltungsgericht Hannover

Der in Einbeck aufgewachsene Oppermann hatte in Tübingen Germanistik und Anglistik sowie in Göttingen Rechtswissenschaften studiert. Anschließend war er Richter an den Verwaltungsgerichten in Hannover und Braunschweig.

Oppermann hatte aus erster Ehe zwei Töchter, mit seiner Lebensgefährtin hatte er einen Sohn und eine Tochter.

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Von RND/jok/sbü/lni

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