Vandalismus

Celle: Unbekannte zerstechen mehr als 300 Reifen bei Pfadfinderlager

Mehr als 300 Reifen zerstochen: Unbekannte haben auf einem Pfadfinderlager zugeschlagen.

Mehr als 300 Reifen zerstochen: Unbekannte haben auf einem Pfadfinderlager zugeschlagen.

Hannover. 1400 großteils junge Menschen der christlichen Pfadfinderschaft Deutschland (CPD) campieren derzeit in der Nähe von Celle. Bundeslager nennt sich die Zusammenkunft, die alle vier Jahre an verschieden Orten stattfindet. An zehn Tagen wird gezeltet, gewandert und mehr. In der Nacht zu Mittwoch ist es auf dem Parkplatz der Pfadfinder zu einem schweren Fall von Vandalismus gekommen: Unbekannte Täter haben mehr als 300 Reifen von über 90 Autos zerstochen.

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Während die Polizei die Ermittlungen zu den Tätern und deren Motiv aufgenommen hat, ist Felix Langer vom CPD entsetzt. „Wir gehen von einem Schaden von 50.000 Euro aus“, sagt der 26-Jährige. Die beschädigten Autos gehören sowohl den Pfadfindern wie auch den Betreuern. Der Transport von Material, Einkäufen und möglichen Krankheitsfällen gestalte sich nun deutlich schwieriger, so Langer. Und: Am Sonntag endet das Bundeslager in Bennebostel. Die vom Vandalismus betroffenen Camper hoffen, dass ihre Fahrzeuge bis dahin mit Ersatzreifen versorgt und repariert werden können.

Sind die Täter über Parkplatzzaun geklettert?

Der Parkplatz wurde provisorisch auf einem Reiterhof im Ortsteil eingerichtet, der etwa zwei Kilometer vom Camp entfernt liegt. Wie Langer sagt, ist dieser abgeschlossen und umzäunt – wenn auch nicht sehr hoch. „Die Täter müssen sich darüber Zutritt verschafft haben, denn das Schloss wurde nicht beschädigt.“

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Zuletzt war ein Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einem sogenannten Hike. Dabei wurden die Pfadfinder ausgesetzt und mussten sich über zwei Tage lang den Weg zurück zum Camp suchen. Gänzlich unbewacht seien Camp und Parkplatz aber nicht gewesen. Die Pfadfinder gehen davon aus, dass die Täter in der Dunkelheit zugeschlagen und aufgrund der hohen Zahl beschädigter Fahrzeuge ordentlich Zeit mitgebracht haben.

Mehr als 300 Reifen zerstochen: Unbekannte haben auf einem Pfadfinderlager zugeschlagen.

Mehr als 300 Reifen zerstochen: Unbekannte haben auf einem Pfadfinderlager zugeschlagen.

Pfadfinder bitten um Hilfe und Werkzeug

Wer hinter den Reifenschlitzereien steckt, dazu haben weder Polizei noch der CPD eine Vermutung. Dass es Leute aus den Reihen der Pfadfinder waren, schließt Langer aus. „Wir sind auch sehr freundlich in Celle emfpangen worden“, sagt er.

Damit das Bundeslager nun doch einen versöhnlichen Ausgang nehmen kann, bitten die Pfadfinder um Hilfe: Sie bittet um Geld- und Reifenspenden. Ob Versicherungen dafür aufkommen, ist noch unklar. Außerdem werden Menschen gesucht, die beim Wechseln der vielen Reifen helfen können oder entsprechendes Werkzeug – wie etwa Wagenheber – ausleihen.

Bei Fragen und Hilfsangeboten können sich Freiwillige per Mail an reifen@cpd-bula.de melden. Die Polizei Celle nimmt zudem unter Telefon (0 51 41)27 71 04 Hinweise von Zeugen entgegen.

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Von Manuel Behrens

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