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Kolumne „Auf der Couch“

Was die beste Motivation im Job ist, um sehr erfolgreich zu werden

Zahlreiche Banknoten von 10, 20 und 50 Euro liegen sortiert auf einem Tisch.

Warum gehen Sie zur Arbeit? Geht es Ihnen in erster Linie um Ihr Gehalt? Oder sehen Sie in Ihrer Arbeit einen tieferen Sinn und finden Erfüllung darin? Oft verkennen wir in unserer westlichen Welt, dass beides, Sinn und Gewinn, eng miteinander zusammenhängt. Ich habe keine Ahnung, wie erfolgreich Sie in Ihrem Beruf sind, aber ich behaupte: Falls Sie richtig erfolgreich sind, sogar zu den Besten Ihres Fachs gehören, dann geht es Ihnen in erster Linie nicht um Geld und Karriere. Sonst hätten Sie es nicht so weit gebracht. Das klingt widersprüchlich, ist aber logisch.

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Ein Beispiel: Wer wird Profisportler? Derjenige, der sich am meisten für das Gehalt eines Fußballprofis begeistern kann? Oder diejenige, die sich am meisten für die Werbeverträge einer Weltranglistenersten im Tennis begeistern kann? Mit einer so materialistischen Motivation wird man auf keinem Feld größere Erfolge erzielen, nicht im Sport und nicht im Geschäft.

Geld ist nicht die beste Motivation

Wer dem Geld hinterherrennt, konzentriert sich aufs Geld. Aber wer gut in seinem Beruf sein will, muss sich auf seinen Beruf an sich konzentrieren: auf die Handgriffe, die er tut, die Worte, die er sagt, Probleme, die er löst.

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So richtig erfolgreich können Sie nur dann werden, wenn es Ihnen ein wichtiges Bedürfnis ist, eine Tätigkeit auszuüben. Jemand wird Fußballprofi, weil er es liebt, Fußball zu spielen. Weil er so gern Fußball spielt, trainiert und spielt er so viel. Und weil er so oft trainiert und spielt, wird er immer besser. Und weil er immer besser wird, wächst seine Freude und er tut noch mehr.

Im Beruf Dinge tun, die Sie lieben

Dasselbe gilt für den Beruf: Jemand wird gut oder gar der Beste darin, weil er es liebt, diesen Beruf auszuüben. Wer ein hohes Gehalt und großen Erfolg will, darf gerade nicht dem Gehalt und dem großen Erfolg hinterherlaufen. Es muss die Sache an sich sein, die die Seele zum Klingen bringt. Idealerweise üben Sie einen Beruf aus, der Sie zutiefst erfüllt und in dem sich Ihr Lebenssinn spiegelt.

Wenn Sie es lieben, anderen Menschen zu helfen, sind Sie vielleicht ein vorzüglicher Berater oder eine erstklassige Sozialarbeiterin. Wenn Sie es lieben, zu basteln und Dinge zu erfinden, sind Sie vielleicht ein vorzüglicher Ingenieur oder eine großartige Tischlerin. Und wenn Sie schon als Kind einen kleinen Kaufmannsladen betrieben und es geliebt haben, anderen Menschen Dinge zu verkaufen, dann werden Sie vielleicht die beste Vertriebsmitarbeiterin Ihres Unternehmens.

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Wer überzeugt ist, überzeugt auch andere

Erfolg wird materiell sichtbar, aber ist spirituell begründet. Ich habe viele Gründerinnen und Gründer beraten. Jene, die mit ihrer Geschäftsidee reich werden wollten, sind meist krachend gescheitert. Sie waren nicht mit dem Herzen dabei. Aber diejenigen, die eine Vision verfolgt haben und zunächst kaum ans Geld dachten, haben teils Millionenunternehmen aufgebaut. Ihr wahres Geschäftskapital kam nicht von der Bank, sondern es bestand in ihrer Leidenschaft. Sie haben verkörpert, was sie taten. Und wer so überzeugt agiert, der kann andere überzeugen.

Es ist immer eine schlechte Idee, eine Aufgabe nur deshalb zu übernehmen, weil sie gute Gehalts- und Karrierechancen bietet. Ein solcher Weg trübt die Arbeitsfreude und schadet auf längere Sicht auch dem materiellen Erfolg. Dagegen eröffnen sich Chancen, wenn Sie genau das tun, was Ihnen wirklich am Herzen liegt. Dann sprühen Sie vor Engagement, haben Freude bei der Arbeit, und der Erfolg kommt fast zwangsläufig zu Ihnen.

Martin Wehrle ist Karrierecoach, sein aktuelles Buch: „Noch so ein Arbeitstag, und ich dreh durch – Was Mitarbeiter in den Wahnsinn treibt“ (Mosaik, 2018).

In der Kolumne „Auf der Couch“ schreiben wechselnde Experten zu den Themen Partnerschaft, Achtsamkeit, Karriere und Gesundheit. Martin Wehrle ist Karriereberater.

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