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Linden-Mitte Küchen mit Garten und ein böser Wolf
Thema Specials So lebt Hannover West Linden-Mitte Küchen mit Garten und ein böser Wolf
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17:26 06.07.2018
Von Andrea Tratner
Linden Mitte: Christoph Elbert serviert einen ausgezeichneten Roten, den er auf seinem eigenen Weingut in Südafrika anbaut.
Linden Mitte: Christoph Elbert serviert einen ausgezeichneten Roten, den er auf seinem eigenen Weingut in Südafrika anbaut. Quelle: Christian Behrens
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11A: „Küche mit Garten“ lautet der Zusatz des Restaurants von Christoph Elbert, der auch „Höpers Hof“ in der Wedemark betreibt. Am Küchengarten hat er ein gastronomisches Kleinod geschaffen. Der winzige Pavillon bietet im Winter nur wenige Plätze, im Sommer aber ist die Außenfläche riesig und ein Anziehungspunkt – nicht nur für Lindener. Denn die Küche bietet eine Kombination aus Hausmannskost auf hohem Niveau und frischen Ideen, der aufgeweckte Service agiert mit Lindener Schnauze, und der Chef serviert einen ausgezeichneten Roten, den er auf seinem eigenen Weingut in Südafrika anbaut. (Küchengarten 11a, Telefon 0511/590 11 11)

... und der böse Wolf: Eine düster-dunkle Höhle, aus der rabaukiger Punkrock klingt. Ein Traum für alle, die ausgezeichnete thailändische Küche zu schätzen wissen. Ein Tresen, an dem sich Hannover-96-Fans zuprosten. Das „Wirtshaus“ von Jan und Claudia Verhagen verbindet Welten. Und keine Angst vor dem Wolf: Der tut nix, der will nur spielen! (Heesestraße 1, Telefon 0511/45 38 34, www.undderboesewolf.de)

Gaststätte Rackebrandt: Hier tagt das Wirtschaftsforum, treffen sich Stammtische, proben der Gesangsverein Teutonia und der Niedersachsenchor, auf den Doppelkegelbahnen trainieren Vereine. Die Zeit scheint in den 50er Jahren stehen geblieben zu sein, korrekt gekleidete Kellner alter Schule servieren Gerichte, in denen keine Fremdwörter vorkommen. Auf den Teller kommen große Fleischstücke, im Winter auch ausgezeichneter Grünkohl mit Bregenwurst. Große Portionen, schmale Preise – so erobert das Kult-Wirtshaus auch junge Gäste. (Brauhofstraße11, Telefon 0511/44 26 10)

Gig: Zwischendurch hieß es zwar mal „Lindener Freiheit“, das Publikum nannte die Kneipe mit den beeindruckenden gotisch wirkenden Fenstern aber stoisch weiter Gig. Im Lindener Rathaus gibt es Tapas, Burger, Salate und eine wirklich überzeugende Auswahl guter Weine. Hier schmeckt aber auch das Bier bei der Übertragung von 96-Spielen. (Lindener Marktplatz 1, Telefon 0511/357 17 51, www.gig-linden.de)

Härtekrug: „Bronco’s“-Gründer Heiko Seeger stand der Sinn nach einer klassischen Eckkneipe – aber mit dem gewissen Coolness-Faktor. Essen wie bei Muttern, Anlaufstelle für Fußball-Fans und Szenepublikum. (Falkenstraße 22, Telefon 0511/ 712 14 71)

Centrum: 1999 wurde aus der Kneipe „Zum Holländer“ ein Szene-Treff mit Retro-Tapete und Sofas, für den man sich vor Besuchern aus Berlin nicht schämen musste. Seitdem hat es einige Besitzerwechsel gegeben, standhaft gehalten hat sich der beliebte Donnerstag, an dem sich halb Linden im nun „schrägen Wohnzimmer“ tummelt. Eigentlich eher Linden-untypisch: Für Mädels gibts an dem Abend Prosecco gratis. (Lindener Marktplatz 3, Telefon 0511/213 31 21, www.schräges-wohnzimmer.de)

Café K: Eine kleine Gemeinsamkeit mit Berlin – doch am Pariser Platz steht hier nicht das Adlon, sondern das Café K. Das ist berühmt dafür, dass es zu jedem Heißgetränk eine köstliche Praline aus der hauseigenen Konditorei gibt – für Koffein-Junkies eine echte Gefahr für das Idealgewicht. Einmal im Monat steht das „K“ auch für „Café Kriminal“: Bei einem Drei-Gänge-Menü gilt es beim Rollenspiel einem Mord oder ein Verbrechen aufzuklären. (Egestorffstraße 18, 0511/213 44 96, www.cafek.de)

Marktkaffee: Hier herrscht Kinderwagenalarm! Aber nicht nur junge Mütter lassen sich an den Tischen unter den alten Bäumen oder am Tresen hinter der Glasfront nieder. Ein Treffpunkt mit Kaffee, Brötchen und Mittagstisch. Außerdem gibt es leckere Marmeladen, Olivenöle, Pesto und Wein zu kaufen. (Lindener Marktplatz 5, Telefon 0511/213 52 70)

Niño: Kuchen statt Fußball – Thomas Merten hat aus dem früheren „Herrn Schmidt“ ein gemütliches Café gemacht. Sein „Kind“ (das bedeutet Niño übersetzt), wird aber abends erwachsen – und zur Cocktail-Lounge. (Davenstedter Straße 27, Telefon 0170/524 99 19)

Fairmann: Eine Küche ohne Weizen, Schweinefleisch und Kuhmilch, dafür mit Ökosiegel? Perfekt für Allergiker. André Dratsdrummer arbeitet mit Bio-Produkten, verwendet Obst und Gemüse aus regionaler Produktion, richtet die Speisekarte nach der Jahreszeit aus. (Lichtenbergplatz 3, Telefon 01577/449 81 57).

Salerno: „Bei Toto“ ist der wahre Name des rustikalen Lokals, der quirlige Wirt Antonio Veneziano ist ein Original. Im Hinterhof kann man den Sommer genießen, im Winter wärmt die „Pizza Vampiro“ von innen. Der Klassiker: „Pizza Linden“ ist eine Liebeserklärung an den Stadtteil. Fössestraße 61, 0511/2103361, www.da-toto.de)

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