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Schützenfest Schützenfest im Zeichen des Fußballs
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00:15 25.01.2014
NEU: So könnte das Zelt von Hannover 96 aussehen.
Hannover

Noch stecken wir im tiefsten Winter, doch schon jetzt laufen die Vorbereitungen für das Ereignis des Sommers. Damit ist nicht die Fußball-Weltmeisterschaft gemeint, sondern das Schützenfest in Hannover - vom 4. bis 13. Juli. „Leider haben die internationalen Fußballverantwortlichen bei ihrer Programmplanung nicht an den historischen Termin des größten Schützenfestes der Welt gedacht“, scherzte gestern Klaus Ti-maeus, Geschäftsführer des Vereins Hannoversches Schützenfest.

Das 485. Fest wird aber trotzdem dem Fußball ganz nah sein. Zum ersten Mal wird es ein 96-Zelt geben. Dafür muss die Halle der Bierbörse weichen. „Was genau in dem Fußball-Zelt von Gilde passiert, wird bei 96 noch erarbeitet“, sagt Ti-maeus. Es wird keine Live-Musik geben, aber ganz sicher Bier.

Auf dem gesamten Schützenplatz wird es kein Public Viewing geben. Die Veranstalter bauen auf ausreichende Nähe zur „Nordkurve“ und der Gilde-Parkbühne, wo die Spiele gezeigt werden. So können sich die Fans davor und danach auf dem Festplatz treffen. „Ergebnisse und Tore werden die Besucher aber sicher auch dort mitbekommen“, beruhigt der Schützenfestchef. Ob ir-gendwo ein Fernseher in einer Halle steht und Spiele gezeigt werden, bleibt den Betreibern überlassen.

Durch die Konkurrenz aus Brasilien rechnet Timaeus allerdings dieses Jahr mit deutlich weniger Besuchern. 2013 kamen insgesamt 1,5 Millionen Menschen. Dieses Jahr lautet das Ziel eine Million. Bereits die Eröffnungsfeier am 4. Juli fällt zeitlich mit einem Deutschland-Spiel zusammen - sofern Deutschland ins Viertelfinale gelangt. Timaeus kündigt an, dass man sich mit derartigen Terminen arrangieren werde, und gesteht, dass das Schützenfest eben nicht gegen eine Weltmeisterschaft ankommt.

Foto: Uwe Dillenberg

Wem die Spiele auf dem Rasen nicht nervenaufreibend genug sind, der kann sich in eines der 26 Fahrgeschäfte schwingen. Zum ersten Mal dabei ist der „Gladiator“. An einem Arm hängt die Gondel, in der die Besucher Platz nehmen können - sie schwingt 62 Meter hoch. Der „Burner“, eine Überschlagsschaukel, ist eines der modernsten und spektakulärsten Fahrgeschäfte. Stolz ist Timaeus auch, dass er das Paderborner Pferdekarussell für Hannover gewinnen konnte - das ist ein nostalgisches Karussell von 1886 und gilt als eines der schönsten.

Dazu werden dieses Jahr besonders viele begehbare Attraktionen angeboten, wie etwa die „Altweibermühle“, „Down Town“ oder die „Mäusestadt“ mit echten Mäusen. Alte Bekannte, wie die Achterbahn „Teststrecke“ oder das Riesenrad „Roue Parisienne“ stehen natürlich auch wieder auf dem Platz.

Insgesamt gab es 600 Bewerbungen von Schaustellern. Das sind 15 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 240 Stände können auf dem Schützenplatz aufgebaut werden. Timaeus kommentiert freudig den Anstieg: „Das zeigt, dass wir wieder im Herzen der Besucher, aber auch der Schausteller angekommen sind.“