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West Küchengarten auf dem Conti-Parkplatz wird Samstag eröffnet
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12:51 01.04.2011
Von Susanna Bauch
Kreuzförmig wird ein sogenannter Alchimistengarten mit besonderen Kräutern errichtet. Auf die Paletten kommen große Brotkisten voller Erde. Schwarzenberger Quelle: Schwarzenberger
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Gut 40 Tonnen Erde wurden bewegt und einige hundert Paletten verteilt: Das Gartenprojekt der Initiative „Transition Town Hannover“ (TTH) auf dem ehemaligen Conti-Parkplatz in Limmer nimmt Formen an. Am Sonnabend, 2. April, wird der Gemeinschaftsgarten mit einem Fest eröffnet. Los geht es um 11 Uhr, wenn Hannovers Umweltdezernent Hans Mönninghoff das Projekt für gemeinschaftliches Gärtnern vorstellt. Auf dem Programm stehen auch Pflanzaktionen, Musik, ein Kettcar-Parcours und Beachvolleyball.

Die „Küchengärten Limmer“ (kügäli) sind ein öffentliches Projekt; Interessierte können jederzeit einsteigen – und beispielsweise Kräuter für die eigene Pizza oder frische Minze ziehen. „Am besten ist so ein Einstieg natürlich noch während der Pflanzzeit im Frühling“, sagte Eberhard Irion. Gemeinsam mit Ria Gerwig und bis zu 40 anderen Freiwilligen der Initiative bereitet er seit Wochen den Gemeinschaftsgarten vor.

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Gerwig und Irion sind Landschaftsplaner aus Linden und schon seit dem vergangenen Jahr bei TTH dabei. „Die ersten Pflanzen werden schon längst gezogen“, berichtet Gerwig. Samen, Paletten, Jutesäcke, Werkzeug und Erde sind Spenden von Privatleuten, Unternehmen und Institutionen wie dem Abfallwirtschaftsbetrieb aha. Das Material für die Gärtnerei lagert unter anderem in der ehemaligen Feuerwache auf dem benachbarten Conti-Gelände. Vergangene Woche hat auch die Sanierungskommission Limmer beschlossen, die Initiative mit 2500 Euro aus dem Quartiersfonds zu unterstützen und die „Contine“ des Vereins Werk-statt-Schule im sanierten Conti-Verwalterhaus engagiert sich ebenfalls bei den „Küchengärten“.

Es kann noch einige Jahre dauern, bevor die Wasserstadt Limmer den alten Conti-Parkplatz neben dem Stichkanal Linden bebaut. Diese Zeit will die TTH-Initiative für das Projekt kügali nutzen. „Und wir wollen möglichst lange einen Bürgergarten erhalten“, betont TTH-Sprecher Thomas Köhler. Noch ist der Küchengarten bewusst so geplant, dass er an beliebige Stellen umziehen kann, sollten die Bagger dann anrücken. Deshalb auch die Gestaltung mit transportablen Säcken – die aber auch den Vorteil haben, unabhängig vom Untergrund mit guter Erde zu arbeiten. Die von aha gestiftete Erde haben die Helfer inzwischen unter anderem mit Stroh und Pferdemist von der Ponyweide in Limmer gemischt. Langfristig aber könnte das Gartenprojekt auch fest auf dem Wasserstadt-Gelände installiert werden. „Dort sind ja ohnehin Grünflächen geplant“, sagte Köhler.

Tobias Morchner 20.02.2011
Vivien-Marie Drews 23.10.2010