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West Anwohner bleiben Begegnungsfest fern
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11:28 23.09.2010
Politiker, Polizei und Sozialarbeiter bleiben unter sich. Quelle: Valentin

Der Duft von Geflügelbratwürstchen und Kaffee breitet sich aus, die Tische sind mit frischem Grün geschmückt – aber die meisten Bänke davor bleiben leer. Das Jugendzentrum Posthornstraße und der Jugendtreff Allerweg hatten für Sonnabendnachmittag Nachbarn zu einem „Begegnungsfest“ an der Erlöserkirche in Linden-Süd eingeladen. Dabei wollten die jungen Leute den Ärger ausräumen, den es seit einiger Zeit um den nahegelegenen Bolzplatz gibt. Doch von den Anwohnern ließ sich niemand sehen. Bei dem Treffen vor der Kirche blieben Sozialarbeiter und lokale Politiker, Kontaktbeamte der Polizei und auch mehrere Jugendliche unter sich.

Seit längerer Zeit beschweren Nachbarn sich über das Gebrüll und das Scheppern der Zäune auf dem Bolzplatz, der südlich an das Grundstück der Erlöserkirche grenzt. Besonders geplagt fühlte sich die Ehefrau des Küsters, Marianne Rohden, weil fast täglich die Bälle in ihren Garten direkt neben dem Bolzplatz flögen. Zudem halte sich kaum einer der Jugendlichen an die Vorschrift, die das Fußballspielen nur zwischen 7 und 20 Uhr erlaubt.

Schon im vergangenen Herbst hatte die Stadt an den beiden Schmalseiten des Platzes einen neuen Gitterzaun montieren lassen, der weniger vibriert und daher als „leiser“ gilt. Auch zwei neue Tore wurden bei dieser Gelegenheit aufgestellt. Doch die Unruhe ließ offenbar nicht nach. Vor einigen Wochen schrieben Nachbarn dann direkt an Oberbürgermeister Stephan Weil und besuchten auch dessen Bürgersprechstunde. Ergebnis war ein „Runder Tisch“, an dem sich Vertreter von Jugendeinrichtungen in Linden-Süd, Erlöserkirche, Polizei und Politik, Stadtbezirksmanager Wolfgang Wescher und ein paar Anwohner zusammensetzten.

In der Nachbarschaft wurden schließlich 100 Faltzettel mit der Einladung zum „Begegnungsfest“ verteilt. „Wenn man erst miteinander redet, verschwindet die Aggression“, meint Olaf Wulf von der Erlösergemeinde. Umlagert war dann lediglich eine Torwand, mit der Bayram Çırak, Fußballtrainer beim Jugendzentrum Posthornstraße, die Kinder aus dem Viertel unterhielt. Bei den Nachbarn des Bolzplatzes hingegen stieß das Fest auf so gut wie keine Resonanz.

„Die Annäherung steht erst am Anfang und braucht noch etwas Zeit“, meint Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke. Sie verweist auf den neuen Bolzplatz zwischen der Humboldtschule und der Haltestelle Stadionbrücke, der gut angenommen werde und an den keine Wohnhäuser grenzen.

Anwohnern der Erlöserkirche ist damit allerdings nicht geholfen, auch dem Küster-Ehepaar nicht. Sechs Meter misst der Zaun um den Bolzplatz; nur an der Seite zu ihrem Garten ist er vier Meter hoch. Marianne Rohden hat dafür kein Verständnis: „Die Stadt könnte dort doch wenigstens ein Netz spannen“, sagt die Lindenerin. Aber der Bezirksrat Linden-Limmer hat bereits vergeblich beantragt, auch diese Seite des Zauns auf sechs Meter zu erhöhen. Wie es seitens der Verwaltung heißt, müsse hier ein neues Fundament gelegt werden, um die Wurzeln der Bäume nicht zu schädigen. Dies sei aber ein finanziell zu hoher Aufwand.

Gerda Valentin

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