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Meine Stadtteile Bilanz für 2012 schafft Zuversicht am Arbeitsmarkt
Thema Specials Meine Stadtteile Bilanz für 2012 schafft Zuversicht am Arbeitsmarkt
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00:15 18.01.2013
Von Bernd Haase
Die Stimmung am hannoverschen Arbeitsmarkt ist optimistisch. Agenturchefin Gersdorf erwartet für 2013 eine weitere Stabilisierung der Arbeitsmarktsituation. Quelle: dpa
Hannover

Für Hannovers Arbeitsmarkt war das abgelaufene Jahr ein richtig gutes – so lautet jedenfalls die Einschätzung von Marianne Gersdorf, Geschäftsführerin der hiesigen Agentur. „Wir hatten im ersten Halbjahr dank guter Konjunktur steigende Beschäftigung und sinkende Arbeitslosigkeit. Erst im zweiten Halbjahr ließ die Dynamik etwas nach“, resümiert Gersdorf. Für das laufende Jahr erwartet sie mindestens Stabilität, vielleicht sogar einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Ein Grund dafür ist, dass die Wirtschaft in der Region Hannover laut jüngsten Daten des sogenannten Arbeitsmonitors der Bundesagentur noch optimistischer in die Zukunft blickt, als das im Bundesdurchschnitt der Fall ist.

Bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erreichte der hannoversche Arbeitsmarkt mit gut 450. 000 einen Höchststand seit Beginn der Erfassung entsprechender Daten vor sechs Jahren. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresschnitt bei 8,2 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als 2011. Etwas mehr als 47.500 Männer, Frauen und Jugendliche waren arbeitslos gemeldet.

Rückgang der Unterbeschäftigung

Als Beleg dafür, dass das Arbeitskräfteangebot langsam knapper wird, wertet Gersdorf den überproportional starken Rückgang bei der Unterbeschäftigung. Dazu zählen nicht nur Arbeitslose, sondern auch Personen, die in Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen stecken. „Immer mehr Arbeitslose haben eine solche Schleife gar nicht mehr nötig und finden direkt einen Job“, sagt sie. Für die Agentur hatte das im vergangenen Jahr den Effekt, dass der Etat für Förderprogramme nicht ausgeschöpft wurde – von den vorgesehenen 25 Millionen Euro blieben 6,5 Millionen Euro im Topf. „Wir haben die Mittel für dieses Jahr aber nicht gekürzt, so dass wir gerüstet sind, wenn der Bedarf steigt“, erklärt die Agenturchefin.

Wenn sie recht behält, muss es dazu gar nicht kommen. Zu den Eigenheiten des hannoverschen Arbeitsmarktes zählt der hohe Anteil des Dienstleistungssektors, in dem vier von fünf Beschäftigten arbeiten. Der aber ist weniger konjunkturanfällig als beispielsweise der gewerbliche Bereich. Metall- und Elektroindustrie fragen derzeit etwas weniger Arbeitskräfte nach, aber auch hier erwartet die Agentur spätestens im Frühjahr wieder Belebung. Finanzbranche, Wissenschaft, Logistik, Gastronomie und Handel schätzen die Aussichten für das laufende Jahr ohnehin recht optimistisch ein.

„Junge Arbeitslose haben ein großes Potential“

Zu den Risiken für den lokalen Arbeitsmarkt zählt die Agentur den Fachkräftemangel, der sich ihren Angaben zufolge besonders bei den Metallern, in der Elektrobranche und in den Pflegeberufen schon bemerkbar macht. Für das laufende Jahr wollen Arbeitsagentur und Jobcenter ihren Fokus auf eine besondere Altersgruppe legen, auf die 25- bis 35-jährigen Männer und Frauen nämlich. „Da gibt es Potenziale. Auch wenn sie keinen Schulabschluss und keine Berufsausbildung oder andere Schwierigkeiten haben, sind sie für den Arbeitsmarkt nicht verloren“, sagt Gersdorf. Derzeit werde ein sogenanntes Screening durchgeführt, also eine Art Bestandsaufnahme über die Fähigkeiten und Möglichkeiten derjenigen in der Altersgruppe, die arbeitslos gemeldet sind.

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