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Süd Abgeordneter verlässt den Bezirksrat
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08:00 17.01.2013
Von Christian Link
Kündigt seinen Rückzug an: Stadtteilpolitiker Jürgen Quardt. Quelle: Privat
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Misburg-Anderten

Quardts Nachfolgerin in dem Gremium wird Elvira Kuhn, die bei der Wählergemeinschaft „Wir für Hannover“ als Schriftführerin tätig ist. Kuhn rückt anstelle des Parteilosen Peter Lüdtke nach, der eigentlich hinter Quardt auf der Liste steht. Er verzichtet jedoch.

„Ich nehme das Mandat nicht an“, sagt Lüdtke auf Anfrage des Stadt-Anzeigers. Weitere Auskunft will er nicht geben. Der 65-Jährige war bis zum Stichtag auf Listenplatz 2 der WfH im Stadtbezirk. Kurz vor der Kommunalwahl sei Lüdtke wegen „innerparteilicher Differenzen“ aber aus der Partei ausgetreten, berichtet Quardt. Von der Wahlliste habe man ihm zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr streichen können. Seitdem gehört Lüdtke, dem eine rechtskonservative Einstellung nachgesagt wird, keiner Partei mehr an. Bei der WfH sorgt der Verzicht Lüdtkes für Erleichterung.

Quardt verlässt den Bezirksrat Misburg-Anderten, weil er nach Kirchrode umgezogen ist. Damit erfüllt er nicht mehr die Residenzpflicht für Abgeordnete. Diese schreibt vor, dass die Mandatsträger auch in ihrem Wahlbezirk wohnen müssen. „Meine Frau und ich haben im Stadtbezirk einfach nichts Passendes gefunden“, sagt Quardt. Die bisherige Wohnung in Misburg-Nord sei dem Ehepaar zu groß geworden.

Außerdem trete Quardt auch aus Altersgründen zurück. „Irgendwann kommt bei jedem Mensch der Wunsch, einfach nur noch für sich und seine Familie da zu sein“, sagt der Vater einer Tochter und zweier Enkelkinder. Seit mehr als 40 Jahren ist Quardt in Misburg ehrenamtlich tätig - unter anderem als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Misburger und Anderter Kulturvereine (AMK). Diesen Posten will Quardt auch weiterhin ausfüllen und bei der nächsten AMK-Vorstandswahl im März erneut kandidieren. „Ich will noch einige Baustellen in Misburg bearbeiten“, sagt er.

Bei der nächsten Bezirksratssitzung am 6. Februar möchte sich Quardt von dem Gremium persönlich verabschieden. Die Zusammenarbeit mit allen Fraktionen und dem Bürgermeister sei sehr gut gewesen - „auch wenn es in der Sache immer wieder unterschiedliche Auffassungen gab“. An der Ratsversammlung übt der langjährige Lokalpolitiker jedoch Kritik. „Ich fühle mich als Bezirksratsmitlglied vom Rat im Stich gelassen“, sagt er. Vor allem ärgert ihn, dass das oberste städtische Gremium die Sanierung des Bürgerhauses Misburg aus Kostengründen ablehnt. „Es sind zwei Millionen Euro für den Friedrichswall-Rückbau da, aber es mangelt an 15000 Euro für einen Fluchtweg für das Bürgerhaus“, beklagt er.

Die Lokalpolitiker halten den Stadtbahnübergang an der Emslandstraße in Bemerode für gefährlich. 2012 hat es dort zwei Unfälle gegeben. Die Stadt sieht das jedoch nicht als Anlass, die Stelle besonders zu sichern.

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