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Sportmix Verstärkung aus Übersee
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07:55 06.06.2012
Von Norbert Fettback
Foto: Wahlheimat Hannover: Mit dem Maschsee haben die Triathleten Matthew Wisthoff (l.) und Michael Murphy bereits Bekanntschaft geschlossen.
Wahlheimat Hannover: Mit dem Maschsee haben die Triathleten Matthew Wisthoff (l.) und Michael Murphy bereits Bekanntschaft geschlossen. Quelle: Poblete
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Hannover

Mitunter können eher zufällige Begegnungen doch einiges bewirken. Zum Beispiel, dass auf diese Weise ein schlagkräftiges Bundesligateam auf die Beine gestellt wird. So wie das für die gerade begonnene Wettkampfsaison den Triathleten von Hannover 96 gelungen ist. Zum Auftakt in Darmstadt gaben mit Michael Murphy (22) ein Australier und Matthew Wisthoff (26) ein Amerikaner ihren Einstand bei ihrer neuen Mannschaft, die mit dem 7. Rang sehr zufrieden sein durfte. Die Neuen aus Übersee konnten sich trotz Jetlags in der ersten Hälfte des Feldes platzieren, das tat der Teamwertung ausgesprochen gut.

Dass die beiden jetzt in Hannover, wo sie bei sportbegeisterten Gastfamilien untergekommen sind, trainieren und von hier aus zu Wettkämpfen aufbrechen, hat eine kuriose Vorgeschichte. Wisthoff ist durch Lukas Kampkötter, den 96-Kapitän, auf Hannover aufmerksam gemacht worden, als dieser während des Urlaubs Ende 2011 in Wisthoffs Heimatstadt Wilmington (North Carolina) bei einem Triathlon startete. „Da habe ich Matthew, nachdem er gewonnen hatte, einfach mal gefragt, ober er nicht Lust auf die Bundesliga hätte“, sagt Kampkötter. Im April gab Wisthoff dann seine Zusage, für sechs Wochen nach Deutschland zu kommen, um 96 in der Liga zu unterstützen. „Ich habe viel Gutes über diese Wettkampfserie gehört. Bei uns gibt es nichts Vergleichbares“, sagt der Amerikaner. Und dieser Eindruck habe sich am Sonntag bei seinem ersten Rennen in Europa bestätigt.

Murphy wusste bereits, was ihn erwartet, als er Mitte voriger Woche in Sydney ins Flugzeug stieg. Vor drei Jahren sammelte er in Darmstadt erste Erfahrungen mit der Triathlon-Bundesliga, „hier sind viele Top-Leute am Start. Das Niveau ist höher als in Australien.“ Jetzt war es Jan Sibbersen, ein Sponsor der 96-Triathleten, der bei einem Besuch in Sydney den 22-Jährigen auf Hannover aufmerksam machte. Murphy zauderte nicht lange.

Während in seiner Heimat, wo er sonst auch als Rettungsschwimmer am Strand von Cronulla anzutreffen ist, winterliche Wettkampfpause herrscht, hofft er in Deutschland jene Herausforderungen zu finden, „die mich weiter voranbringen“. In Australien ist er kein Unbekannter; im April etwa hat Murphy den Sydney-Triathlon gewonnen. Zu seinen Trainingspartnern gehört Chris McCormack, der zweifache Ironman-Weltmeister. Murphy, der sich - wie auch Wisthoff - als „semi-professional“ bezeichnet, mag es lieber kürzer: Er favorisiert die olympische und die Mitteldistanz. Im Unterschied zum Amerikaner im 96-Trikot wird er bis September bleiben und alle vier Bundesligawettkämpfe absolvieren. Und das ist gewollt und kein Zufall mehr.

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