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Sportmix Tests versprechen spannende Saison in der Königklasse
Sportbuzzer Sportmix Tests versprechen spannende Saison in der Königklasse
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12:56 21.02.2010
Testet fleißig: Weltmeister Jenson Button. Quelle: dpa
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An den vier Tagen im südspanischen Jerez de la Frontera fuhren vier verschiedene Piloten die jeweilige Bestzeit: Sebastian Vettel, Rubens Barrichello, Mark Webber und zum Abschluss am Sonnabend Weltmeister Jenson Button. Es ist kaum anzunehmen, dass sich beim letzten Test in Barcelona an dieser Ausgeglichenheit etwas ändert.

Auf dem Circuit de Catalunya werden die Teams von Donnerstag bis Sonntag ihre Karten aufdecken müssen. Danach haben sie vor dem ersten Grand Prix am 14. März in Bahrain keine Chancen mehr, unter wettbewerbsähnlichen Bedingungen Aufschlüsse über ihre wahre Stärke und Rückschlüsse über das Potenzial der Konkurrenz zu erhalten. Deshalb werden in Barcelona die meisten mit weiterentwickelten Rennwagen antreten.

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Das überwiegend schlechte Wetter in Jerez machte den Fahrern und Ingenieuren einen dicken Strich durch die Rechnung. Bei viel Regen statt Sonne satt ließ sich die in der Wüste von Sachir zu erwartende Hitzeschlacht beim Saisonauftakt Mitte März nicht simulieren. „Schade, dass das Wetter so schlecht war“, sagte Vettel. Deshalb habe sein Red-Bull-Team viel Zeit verloren und nicht die Sachen testen können, die geplant gewesen seien. Trotzdem lief es für den Vize- Champion aus Heppenheim gut: Vettel fuhr zum Auftakt am Mittwoch Bestzeit und war am Donnerstag als Drittschnellster bester Deutscher. Sein australischer Teamkollege Mark Webber dominierte am Freitag. Button bewies mit der überlegenen Gesamtbestzeit am Samstag bei den besten äußeren Bedingungen, dass mit ihm im Titelrennen auch nach seinem Wechsel zu McLaren-Mercedes wieder zu rechnen ist.

Nach der dritten Test-Einheit kristallisiert sich heraus, dass die WM-Entscheidung wohl zwischen Ferrari, Red Bull, McLaren-Mercedes und Mercedes Grand Prix fallen wird. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher spulte fleißig Runden ab und zählt mit seinen bislang insgesamt 2250 Kilometern zu den eifrigsten Testern. Der 41 Jahre alte Rückkehrer aus Kerpen hat ein gutes Gefühl und bezeichnete den neuen Silberpfeil „als Siegauto“. Teamkollege Nico Rosberg (Wiesbaden), zum Abschluss Fünfter, sprach von einem sehr guten Test: „Wir haben gute Fortschritte bei unserer Abstimmung gemacht und eine Menge gelernt.“

Die Überraschung des deutschen Fahrer-Sextetts war Adrian Sutil. Der Gräfelfinger war immer gut dabei, was für die Qualität seines Force India spricht. Formel-1-Frischling Nico Hülkenberg (Emmerich) hinterließ im Williams-Cosworth einen ordentlichen Eindruck. Dagegen stehen Timo Glock (Wersau) nach seinem Wechsel zu Virgin Racing schwere Zeiten bevor. „Diese Saison wird hart. Aber das war uns von Anfang an klar“, sagte der Hesse, der wegen technischer Probleme kaum zum Fahren kam.

Indes zeichnete sich bei einem der vier Neueinsteiger zumindest personell mehr Stabilität an. Campos will mit einer neuen Führung seinen Start in der kommenden Saison sicherstellen. Das Team teilte mit, dass José Ramón Carabante nun die Mehrheit halte. Der Spanier war bereits Partner und Präsident des Rennstalls und übernahm die Anteile von Gründer Adrian Campos. Als neuen Teamchef verpflichtete Carabante Colin Kolles. Der Zahnarzt hatte diese Funktion bereits bis Ende 2008 bei Force India udn dessen Vorgänger-Teams inne. Das zuletzt mit finanziellen Problemen kämpfende Team Campos hat noch kein Auto präsentiert und im Brasilianer Bruno Senna derzeit nur einen Piloten.

USF1 bleibt dagegen ein Wackelkandidat. Teamchef Ken Anderson sagte der „New York Times“ am Samstag, dass der Rennstall nicht in der Lage sei, in Bahrain zu starten. USF1 habe einen Antrag beim Internationalen Automobilverband FIA gestellt, die ersten vier Grand Prix auslassen zu dürfen und erst beim Europa-Auftakt in Barcelona zu debütieren. Dies widerspricht jedoch dem Reglement.

dpa

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