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Sportmix Prestige-Erfolg in Berlin: Haas besiegt Struff
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Switolina gewinnt erstes Berliner Damen-Endspiel

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20:20 17.07.2020
Setzte sich auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof im deutschen Duell durch: Tommy Haas. Quelle: Andreas Gora/dpa
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Berlin

Tommy Haas ist drei Jahre nach dem Ende seiner Tennis-Karriere eine bemerkenswerte kleine Revanche gegen seinen letzten Bezwinger Jan-Lennard Struff gelungen.

Beim zweiten Einladungsturnier in Berlin gewann der 42 Jahre alte Ex-Profi ein enges und emotional geführtes deutsches Duell gegen den zwölf Jahre jüngeren Sauerländer knapp. Haas siegte 7:6 (7:5), 7:6 (7:3) in einem Hangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof.

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2017 hatte der Weltranglisten-Zweite in seinem letzten Match als Profi in Kitzbühel gegen die deutsche Nummer zwei verloren. Beim Show-Event auf dem früheren Airport führte der immer noch erstaunlich stark spielende Haas schnell 4:1, ehe es eine ausgeglichene Partie wurde. Der Wahl-Amerikaner haderte wie so oft mit sich selbst, Struff zerlegte nach dem unnötig verlorenen ersten Tiebreak seinen Schläger. Nach 1:43 Stunden siegte Haas nach einem abgewehrten Satzball.

"Ich habe mich vorbereitet, um gutes Tennis abrufen zu können. Das ist mir heute wirklich sehr gut gelungen", sagte er nach dem Erfolg über den 34. der Weltrangliste. "Ich gehe rein mit relativ wenig Druck und relativ wenig Erwartungen, deswegen kann man ein bisschen freier aufspielen. Der ganze Druck war auf Jan-Lennard", sagte Haas. Ihm kam auch der etwas langsamere Belag im Vergleich zum Rasen im Steffi-Graf-Stadion etwas entgegen, wo er nur ganz knapp gegen Talent Jannik Sinner aus Italien verloren hatte.

Im Halbfinale am Samstag (16.00 Uhr/Eurosport/Servus TV) trifft Haas auf den Österreicher Dominic Thiem. Der Weltranglisten-Dritte hatte die erste Veranstaltung im Steffi-Graf-Stadion gewonnen. "Bis dahin wird mein Physio etwas Arbeit haben", scherzte Senior Haas.

Im anderen Halbfinale tritt Sinner gegen den Spanier Roberto Bautista Agut an. Der erst 18 Jahre alte Südtiroler schlug den Russen Karen Chatschanow im ersten Viertelfinale 6:3, 7:6 (7:3). Es war das Eröffnungsspiel auf dem Hartplatz im Hangar 6, wo 136 Fans dabei waren, erlaubt sind maximal 200. Aus dem geöffneten Hangar gibt es einen Blick auf einen historischen Flieger und das weite ehemalige Flugfeld. "Wenn es einem nicht so gut geht, schaut man hinaus, dann geht es wieder besser", sagte Sinner.

Das am Mittwoch wegen Regens ausgefallene Damen-Finale im Steffi-Graf-Stadion wurde am Freitag nachgeholt. Die Weltranglisten-Fünfte Jelina Switolina aus der Ukraine gewann 3:6, 6:1, 10:5 gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien. "Das war schon eine sehr außergewöhnliche Erfahrung", sagte Switolina zum Ambiente. Sie ist ebenso wie Kvitova für das Halbfinale in Tempelhof am Samstag gesetzt.

Kvitova trifft dann auf Andrea Petkovic. Die Darmstädterin siegte im deutschen Vergleich mit Juniorin Alexandra Vecic 6:2, 6:3 und kann sich gegen Kvitova für die Niederlage auf Rasen vom Montag revanchieren.

© dpa-infocom, dpa:200717-99-831702/6

dpa