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Sportmix Spannung im Keller: Freiburg hofft, Bochum zittert
Sportbuzzer Sportmix Spannung im Keller: Freiburg hofft, Bochum zittert
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11:23 02.04.2010
Nach dem Unentschieden gegen 1899 Hoffenheim, hat der SC Freiburg wieder Hoffnung im Abstiegskampf. Quelle: dpa (archiv)
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Der SC Freiburg will seinen Aufwärtstrend fortsetzen, der VfL Bochum kann sich aus dem Abstiegskampf befreien: Für beide Mannschaften steht am Sonnabend (15.30 Uhr) im Kellerduell der Fußball-Bundesliga viel auf dem Spiel. Obwohl beide nur noch zwei Tabellenplätze und drei Punkte trennen, sind die Vorzeichen aber sehr unterschiedlich. Freiburg geht nach vier Punkten aus zwei Spielen mit neuem Selbstbewusstsein in dieses Heimspiel. „Wir haben eine gute Tendenz. Es klappen wieder Dinge, die noch vor ein paar Wochen nicht so funktioniert haben“, sagte Trainer Robin Dutt.

Beim VfL macht sich dagegen nach vier Niederlagen in Serie die Angst breit, doch noch die gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt zu verspielen. „Wir dürfen nicht verkrampfen. Das wäre genau der falsche Weg“, meinte Außenverteidiger Christian Fuchs.

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Denn eines haben beide Clubs ihren Konkurrenten aus Hannover oder Berlin voraus: In Freiburg und Bochum geht es vergleichsweise ruhig zu. Der VfL besitzt jahrelange Erfahrung im Umgang mit prekären Situationen, der SC bewegt sich in einem beschaulichen Umfeld mit geringer Erwartungshaltung. „Wie man in Freiburg mit Niederlagen- Serien umgeht, erleichtert mir die Arbeit. Dadurch kann ich meine ganze Energie für die Mannschaft verwenden“, sagte Dutt. Dennoch glaubt er: „Der VfL hat durch die TV-Gelder der letzten drei Jahre in der Bundesliga einen gewissen Vorsprung auf uns. Bochum ist in der besseren Ausgangssituation. Gewinnen sie, würden wir uns in dieser Saison wohl nicht mehr auf Augenhöhe begegnen. Gewinnen wir, hätten wir eine zusätzliche Mannschaft in den Abstiegskampf hineingezogen.“

Genau davor fürchtet sich der VfL. „Das Duell in Freiburg ist entscheidend für die kommenden Wochen. Wir müssen gewinnen, ein Punkt bringt uns nicht weiter“, sagte Lewis Holtby in einem Interview mit den „Ruhr-Nachrichten“. Der 19-Jährige wehrt sich gegen Gerüchte, dass es intern nicht mehr stimme in Bochum, weil Spieler aus der zweiten Reihe Unzufriedenheit verbreiten würden. Da sei „gar nichts“ dran, meinte Holtby. „Wir müssen nur zu der kompakten Ordnung zurückkehren, die uns vorher stark gemacht hat. Dass wir es können, haben wir mit der Serie von acht Spielen ohne Niederlage bewiesen.“

Personell ist der VfL leicht im Vorteil. Bis auf den rotgesperrten Milos Maric hat Trainer Heiko Herrlich alle Stammspieler an Bord. Freiburg wird wohl erneut auf Ömer Toprak (muskuläre Probleme) verzichten müssen. „Zu 90 Prozent“ falle der Verteidiger aus, sagte Dutt. Ebenfalls nur zusehen können die verletzten Hamed Namouchi, Du- Ri Cha und Manuel Salz. Cedrick Makiadi ist gelbgesperrt.

dpa