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Sportmix Schwerdtner hofft auf Olympia-Ticket
Sportbuzzer Sportmix Schwerdtner hofft auf Olympia-Ticket
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06:15 17.06.2012
Von Carsten Schmidt
Auf dem Sprung nach London: Siebenkämpferin Maren Schwerdtner muss dazu in Ratingen Bestleistungen vorweisen.
Auf dem Sprung nach London: Siebenkämpferin Maren Schwerdtner muss dazu in Ratingen Bestleistungen vorweisen. Quelle: Archiv
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Hannover

Die Rechnung hat viele Unbekannte. Das räumt auch Beatrice Mau-Repnak ein, die Siebenkämpferin Maren Schwerdtner auf den wichtigsten Wettkampf ihrer Karriere vorbereitet hat, der Mittwoch und Donnerstag in Ratingen stattfindet. Doch die niedersächsische Landestrainerin im Mehrkampf, selbst 1990 Junioren-Weltmeisterin in der Disziplin, die sie heute anderen vermittelt, versucht sich an einer Lösung: „Maren muss mehr Punkte holen als Claudia Rath Ende Mai in Götzis und außerdem besser abschneiden als Julia Mächtig, dann klappt es mit London.“

Die britische Metropole und damit die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist das Traumziel des Duos Mau-Repnak/Schwerdtner. Und auf dem Weg dorthin hat die 26-jährige Mehrkämpferin von Hannover 96 schon Ende Mai eine starke Vorleistung geboten: Schwerdtner sammelte in Götzis 6154 Punkte, damit verpasste sie ihren Hausrekord nur um 13Punkte und erfüllte zudem die für London geforderte Mindestleistung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Doch das Pech der Hannoveranerin war, dass Jennifer Oeser, Lilli Schwarzkopf und Rath mehr Punkte bei dem Meeting in Österreich sammelten und damit im Augenblick den Zugriff auf die maximal drei Siebenkampf-Tickets für London haben. Zudem stellt sich Rivalin Rath nicht in Ratingen der Konkurrenz, sondern entschied sich für einen Start bei der Europameisterschaft Ende Juni in Helsinki. Deshalb muss Schwerdtner beim Wettkampf in Ratingen stets die Mehrkampf-Punktetabelle zur Hand haben, um den Rückstand von 35 Punkten auf Raths Vorgabe noch wettzumachen - und auch einen Seitenblick auf die Neubrandenburgerin Mächtig werfen, die ihr 2011 das WM-Ticket wegschnappte.

Mau-Repnak sieht dafür gute Chancen. „Der Wettkampfeinstand Marens war in diesem Jahr so gut wie nie zuvor, und sie ist bisher verletzungsfrei geblieben.“ Außerdem sieht die Trainerin noch Steigerungsmöglichkeiten insbesondere im Hochsprung. Dort überquerte Schwerdtner in Götzis 1,73 Meter. „Drei Zentimeter mehr sind möglich“, sagt Mau-Repnak. Das wären rund 30 Punkte mehr und damit schon ein großer Schritt in Richtung London, wenn die Hannoveranerin in den übrigen Disziplinen ihr Niveau hält. Und selbst dort sieht die Trainerin teilweise noch Potenzial zu Verbesserungen, im Hürdenlauf und im Hochsprung. Das Wetter am Niederrhein scheint zudem mitzuspielen: Es soll trocken bleiben und um die 20 Grad Celsius warm werden.

In Ratingen am Start sind auch zwei Zehnkämpfer aus der Region - Steffen Kahlert (TuS Wunstorf) und Maximilian Gilde (LG Hannover). Beide haben in Ulm mit 7877 beziehungsweise 7660 Punkten schon passable Ergebnisse vorgelegt. Mau-Repnak hält sich aber mit einer Prognose zurück, ob Kahlert die 8000-Punkte-Marke knackt. „Im Zehnkampf kann so viel passieren“, sagt sie.

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