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Sportmix Pizarro vor Abschied von der Weser
Sportbuzzer Sportmix Pizarro vor Abschied von der Weser
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14:50 22.04.2012
Claudio Pizarro (l.) wird Werder Bremen wohl verlassen. Quelle: dpa
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Bremen

Klaus Allofs versuchte ruhig zu bleiben, aber es fiel im sehr schwer. Eingerahmt von einem Dutzend Reportern, die ihn wegen der bisher schwächsten Rückrunde der Vereinsgeschichte mit Fragen löcherten, gab Werder Bremens Geschäftsführer geduldig Auskunft. Nach dem 1:2 gegen Bayern München droht das zweite Jahr ohne internationales Geschäft, die Abgänge von Tim Wiese sowie wahrscheinlich Claudio Pizarro werden das junge Team schwächen und ein Trikotsponsor ist auch noch nicht gefunden.

„Wir haben letztes Jahr gegen den Abstieg gespielt und sind in einer Phase des Umbruchs“, erklärte der Werder-Chef nach dem Bayern-Match, das die geduldigen Fans sogar beklatschten. Ohne acht Stammkräfte blieb die Elf von Trainer Thomas Schaaf auch in der siebten Partie in Serie sieglos, die Chancen auf Europa sind bei zwei ausstehenden Partien gegen Wolfsburg und auf Schalke nur noch minimal. „Das war in Ordnung, was meine Mannschaft unter diesen Umständen gezeigt hat“, sagte der Werder-Coach, „aber ich bin traurig, dass wir nichts dafür bekommen“.

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Naldo wurde zur unglücklichen Figur. Der Brasilianer brachte die Hanseaten (51.) in Führung, vermasselte mit einem Eigentor nach Flanke von Franck Ribéry (75.) aber die gute Ausgangsposition. Der geniale Franzose schoss dann mit einem Alleingang in der 90. Minute den Sieg für die Gäste heraus. Auf Nachfragen zur Europa League reagierte Schaaf unwirsch: „Ist mir wurscht.“

Das sah Pizarro ganz anders: „Jetzt ist alles vorbei“, sagte der Peruaner, der nur knapp seinen 17. Bundesliga-Treffer verfehlte. Eine klare Aussage zu seinen Zukunftsplänen gab es nicht. „Ja natürlich“, antwortete das Werder-Schlitzohr auf die Frage, ob es noch Hoffnungen auf einen Verbleib in Norddeutschland gibt.

Der beschwerliche Umbruch mit der jungen Werder-Mannschaft, die nach 13 Punkten aus 15 Rückrundenspielen auf Rang acht abgerutscht ist, reizt ihn offensichtlich nicht. Zwar ist Allofs beim Vertragsangebot über zwei weitere Jahre an die Schmerzgrenze gegangen. Aber der Flirt mit den Bayern macht deutlich, dass Pizarro zum Karriere-Ende noch einmal die Champions League lockt.

Die Gerüchte um Gespräche des Torjägers mit seinem Ex-Club FC Bayern in dieser Woche verstummen nicht. Schaaf tat so, als würde ihn der wahrscheinliche Abschied des zweiten Stars nach Torwart Tim Wiese kaum beschäftigen: „Wir sind ganz klar in den Gesprächen mit ihm.“ Pizarro gehe mit der Situation äußerst professionell um. Es scheint so, als hätten sich die Bremer Verantwortlichen mit dem Wechsel abgefunden. 

jhf/dpa

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