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Sportmix Pizarro lässt Bremen jubeln: Werder gewinnt 4:1 gegen Enschede
Sportbuzzer Sportmix Pizarro lässt Bremen jubeln: Werder gewinnt 4:1 gegen Enschede
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23:11 25.02.2010
Werder-Stürmer Claudio Pizarro erzielt in der Europa-League-Zwischenrunde gegen Twente Spieler Wout Brama das 4:1. Quelle: dpa
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Mit dem Sieg machten die Bremer die 0:1-Hinspiel-Niederlage gegen Twente Enschede wett. Pizarro mit einem Dreierpack (15./20./58.) sowie Naldo (27.) erzielten vor 20 963 Zuschauern die Tore für die überlegene Elf von Coach Thomas Schaaf. Den niederländischen Ehrentreffer markierte Luuk de Jong (33.). In der Runde der besten 16 treffen die Bremer nun auf den Sieger des Duells zwischen dem FC Brügge und dem FC Valencia.

Auch der kurzfristige Ausfall von Nationaltorwart Tim Wiese wegen einer Adduktorenverletzung sollte die Bremer in ihrer Mission nicht aufhalten - für den Stammkeeper begann Christian Vander zwischen den Pfosten. Diesem hatte zunächst einen ruhiger Abend, denn Werder setzte von Beginn an auf bedingungslose Offensive. Belohnt wurde der letztjährige DFB-Pokal-Sieger nach eine Viertelstunde, als Pizarro eine scharfe Hereingabe von Hugo Almeida zur Führung verwertete. Nur fünf Minuten später setzte der Peruaner noch einen drauf, als er eine sehenswerte Kombination über Marko Marin und Özil abschloss.

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Vor allem der zuletzt formschwache und heftig kritisierte Özil blühte auf und hätte in der 22. Minute das dritte Tor erzielen können: Twentes Schlussmann Sander Boschker blockte den Schuss des 21-jährigen Nationalspielers, Almeidas Nachschuss ging an den Pfosten. Bremen ließ nicht locker und wurde durch Naldo belohnt, der nach einem Konter Boschker mit einer cleveren Körpertäuschung austrickste und lässig zum 3:0 einschob. Der Verteidiger markierte seinen bereits dritten Treffer im laufenden Wettbewerb und das insgesamt 13. Pflichtspieltor in dieser Saison.

Gespielt war noch keine halbe Stunde, als die Fans auf den Rängen des Weserstadions bereits „Oh, wie ist das schön“ anstimmten. Die ersten frühen Siegesgesänge verstummten aber schnell, als Twente der überraschende Anschlusstreffer gelang. Bryan Ruiz konnte auf der rechten Seite ungestört flanken und der in der Mitte alleingelassene de Jong köpfte zum 1:3 ein. „Da haben wir dem Gegner zu viel Platz gelassen“, bemängelte Werders Co-Trainer Wolfgang Rolff in der Pause.

Aufrüttelnd scheint die Pausenansprache in der Werder-Kabine aber nicht gewesen zu sein: Die Bremer ließen den Gästen im zweiten Durchgang zunächst weiter viel Platz und wackelten in der Abwehr. Ruiz hätte den Norddeutschen in der 57. Minute die Rechnung für ihre Passivität präsentieren können, als er allein vor Vander auftauchte, den Ball aber an den Pfosten schoss.

Besser machte es Pizarro nur Sekunden später: Özil schickte den Stürmer steil und der bezwang Schlussmann Boschker zum dritten Mal. Almeida hätte sich für eine engagierte Leistung in der 73. Minute selbst belohnen können, aber einen Flugkopfball des Stürmer konnte Boschker parieren. Der Sieg der Bremer geriet in den Schlussminuten nicht mehr in Gefahr.

dpa