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Sportmix Löw lobt Enke
Sportbuzzer Sportmix Löw lobt Enke
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12:39 02.04.2009
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Denn beim 2:0 (1:0) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Wales war der Torjäger des VfB Stuttgart bei seinem 14. Einsatz in Folge im Trikot mit dem Adler auf der Brust ohne Erfolg geblieben. Und dennoch wurde er nach insgesamt nun schon 733 Minuten ohne Treffer nach dem Match in Cardiff von allen Seiten gelobt.

„Das zweite Tor ist ihm in starkem Maße anzurechnen. Denn er lag am Boden, hat sich hochgerappelt und durchgesetzt. Das war eine gute Einzelleistung“, sagte Bundestrainer Joachim Löw und lobte seinen Schützling für die Szene in der 48. Minute, als der Deutsch-Spanier sich an der Torauslinie den Ball zurückerobert und dann scharf nach innen gespielt hatte. Ashley Williams lenkte anschließend das Spielgerät aus sechs Metern ins eigene Tor.

Gomez wollte sich deshalb auch gar nicht erst als „halber“ Torschütze feiern lassen. „Das war ein glasklares Eigentor“, sagte der 23-Jährige, fügte aber hinzu: „Wer arbeitet, wird belohnt.“ So sah es auch Löw: „Wir haben Mario gesagt, dass wir ihn nicht nur an Toren messen. Bei ihm wird der Knoten schon bald wieder platzen.“

Die nächste Gelegenheit bekommt der DFB-Torjäger außer Dienst voraussichtlich in den beiden Länderspielen während der Asienreise gegen China (29. Mai) und die Vereinigten Arabischen Emirate (2. Juni).

Dann geht er allerdings mit der Hypothek von rund 14 Monaten ohne Torerfolg ins Rennen, was bei seinen Mitspielern aber offenbar keine Rolle spielt. „Er hat heute klasse gespielt. Das zweite Tor gehört ihm“, sagte Philipp Lahm und auch der frühere Goalgetter und heutige Teammanager Oliver Bierhoff attestierte dem Sorgenkind einen guten Auftritt: „Er hat sich ja wieder einige Chancen erarbeitet, das war prima. Am Ende fehlte dann das nötige Glück. Trotz der langen Durststrecke wird er aber für uns noch viele Tore erzielen.“
Möglichst viele verhindern will dagegen Enke, der sowohl gegen Liechtenstein (4:0) als auch in Cardiff zu Null spielte und damit seine selbst gesteckten Ziele erreichte. „Letztendlich zählt nur der Erfolg der Mannschaft, aber ich kann natürlich mit dieser Bilanz auch persönlich sehr zufrieden sein“, sagte der 31-Jährige, der im Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor nun wieder deutliche Vorteile hat.

„Enke war gut. Die zwei, drei Möglichkeiten der Waliser hat er sehr gut gemeistert. Zudem hat Robert auch gut mitgespielt und ist bei der ein oder anderen hohen Flanke gut rausgegangen. Mit seiner Lufthoheit hat er der Abwehr Ruhe gegeben“, sagte Löw und attestierte auch seinem Torwart eine fehlerfreie Partie.

Enkes Konkurrenten Rene Adler, der wegen seiner Ellenbogenverletzung das Match im heimischen Leverkusen vor dem Fernseher verfolgen musste, und Tim Wiese als Ersatzmann auf der Bank dürften die Vorstellung des Routiniers mit gemischten Gefühlen verfolgt haben, denn Robert Enke hat ein halbes Jahr nach seinem Kahnbeinbruch seine erneute Chance zwischen den Pfosten optimal genutzt.

Bundestorwart-Trainer Andreas Köpke bescheinigte Enke deshalb ebenfalls eine „fehlerfreie“ Partie, wollte die Diskussionen in der Torwart-Debatte aber kurz nach dem Spiel nicht weiter anheizen: „Es gibt nichts Neues zu berichten.“ sid

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