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Sportmix Kofler vermasselt Schlierenzauer den Grand Slam
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18:58 04.01.2012
Der österreichische Skispringer Andreas Kofler jubelt nach dem Sieg beim dritten Springen der Vierschanzentournee.
Der österreichische Skispringer Andreas Kofler jubelt nach dem Sieg beim dritten Springen der Vierschanzentournee. Quelle: dpa
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Innsbruck

Als Gregor Schlierenzauers Hoffnungen auf den Millionen-Jackpot am Bergisel zerschellten, musste auch Severin Freund seinen Traum vom Sprung aufs Podest in der Gesamtwertung begraben. Während Deutschlands große Skisprung-Hoffnung am Mittwoch in Innsbruck mit Rang 21 seine Chancen auf einen Top-Drei-Platz bei der 60. Vierschanzentournee verspielte, hat Österreichs Überflieger Schlierenzauer dank des zweiten Platzes im dritten Springen hinter Landsmann Andreas Kofler seinen ersten Gesamtsieg dicht vor Augen.

Die Einstellung des Tournee-Rekordes von Skisprung-Legende Sven Hannawald, der vor zehn Jahren auf allen vier Schanzen triumphierte, bleibt ihm dagegen verwehrt. „Jetzt habe ich wieder ein Jahr Ruhe und kann mich entspannt zurücklehnen“, kommentierte Hannawald bei Sky Sport News den zweiten Platz von Schlierenzauer. „Gott sei Dank bin ich weiterhin der Einzige“, meinte der 37-Jährige.

In einer hochklassigen Konkurrenz bei schwierigen Bedingungen mit Wind und Schneeregen sorgten Maximilian Mechler als Siebter und Michael Neumayer auf Platz acht für ein insgesamt gutes Ergebnis der DSV-Springer. Zudem meldete sich Richard Freitag als Zwölfter nach zwei enttäuschenden Auftritten in Deutschland in der erweiterten Weltspitze zurück. „Die mannschaftliche Geschlossenheit ist sehr positiv. Aber unsere zwei Spitzenleute sind derzeit leider nicht konstant genug. Der große Wurf ist uns leider nicht gelungen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Vor dem Finale am Freitag in Bischofshofen schmolz Schlierenzauers Vorsprung auf seinen Trainingskollegen Kofler auf 17 Punkte zusammen. Dennoch hält der 21-Jährige nach wie vor alle Trümpfe in der Hand. Der verpassten Rekordprämie von einer Million Schweizer Franken für den zweiten Grand Slam nach Hannawald trauerte der Österreicher nicht hinterher: „Der Jackpot hat mich nie interessiert. Ich will zum ersten Mal die Tournee gewinnen. Darum geht es. Und diesem Ziel bin ich einen Schritt näher gekommen.“

Freund vergab alle Chancen auf einen Podestplatz bereits im ersten Durchgang, als er auf lediglich 118,5 Meter kam. „Der Frust ist sehr groß. Es ist immer blöd, wenn man sich viel vorgenommen hat und es dann daneben geht“, sagte Freund frustriert. „Es ist natürlich enttäuschend, dass das Podest in der Gesamtwertung nun außer Sichtweite geraten ist. Ich gehe mit dem Gefühl nach Bischofshofen: Gott sei Dank ist das hier vorbei“, meinte der 23-Jährige. „Vielleicht bin ich heute einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden.“

Auch im zweiten Durchgang fand die deutsche Nummer eins nicht seine Form und landete bereits bei 116,5 Metern. „Das waren heute einfach zwei schlechte Sprünge. Heute ist es bei mir nicht aufgegangen“, sagte Freund. „Das war sein erster schlechter Tag. Er hatte heute nicht die Qualität“, meinte Schuster.

Für Freitag wäre hingegen sogar noch mehr drin gewesen als Rang zwölf. Doch im Finale büßte der 20-Jährige nach einem Sprung auf 114 Meter noch fünf Plätze ein. „Der zweite Sprung war vom Gefühl her eigentlich noch besser. Aber ich bin oben nicht ins Fliegen gekommen“, meinte der Shootingstar des Winters. Er blickte dennoch zuversichtlich voraus. „Ich habe mich wieder ein bisschen gefestigt. Jetzt kann ich im Tourneefinale locker springen, denn ich habe keinen Druck.“

Richtig gut lief es für Mechler. Zwar konnte er nicht ganz an seinen tollen zweiten Platz in der Qualifikation anknüpfen. Einen Tag nach seinem 28. Geburtstag landete Mechler mit Sprüngen auf 119 und 126 Meter aber auf einem tollen siebten Platz. „Bester Deutscher klingt cool. Aber mir wäre lieber gewesen, wenn einer von uns auf dem Podest gelandet wäre“, sagte der Allgäuer.

Neumayer kam mit 132 und 121,5 Metern auf Rang acht. „Ich wäre im Probedurchgang fast abgestürzt, deshalb waren die Sprünge aus psychischer Sicht gar nicht so einfach. Ich bin daher sehr zufrieden heute“, meinte der Berchtesgadener. Stephan Hocke belegte mit Weiten von 122,5 und 118,5 Metern den 18. Platz.

dpa

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