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Sportmix Isabell Werth und Satchmmo bestechen mit phantastischer Dressurleistung
Sportbuzzer Sportmix Isabell Werth und Satchmmo bestechen mit phantastischer Dressurleistung
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11:52 24.10.2011
Von Sophie Hilgenstock
Isabell Werth feierte auf ihrem Satchmo einen unangefochtenen Sieg. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Zu den Klängen von „Ein bisschen Spaß muss sein“ zeigte das Weltklasse-Paar, dass auf dem Weg zum Erfolg außer Disziplin und Ehrgeiz auch der Spaß nicht zu kurz kommen darf – und verzauberte mit ihrer Gute-Laune-Nummer prompt das Publikum. Die knapp 6500 Zuschauer in Messehalle 2 tobten schon, während Werth und Satchmo noch im Mitteltrab durchs Viereck fegten. Gefallen an der Kür hatten auch die Richter: 82,33 Prozentpunkte gönnten sie der 42-jährigen Rheinbergerin, die damit die Schwedin Nina Hofmann auf Leo af Magnushöj mit 76,25 Prozent auf dem 2. Platz und die Drittplatzierte Marion Engelen auf Diego (75 Prozent) weit hinter sich ließ.

Mit großem Abstand siegen – das kannten Werth und Satchmo bereits vom Vortag: Am Sonnabend gewannen die beiden mit 76,03 Prozent schon den Grand Prix de Dressage, dessen Preisgeld in Höhe von 2500 Euro von Madeleine Winter-Schulze gestiftet wurde. Die Mellendorferin ist nicht nur Mäzenin und beste Freundin von Werth, sondern auch Besitzerin des 17-jährigen Satchmo – und freute sich daher besonders über die erfolgreiche Vorstellung der fünffachen Olympiasiegerin und siebenmaligen Weltmeisterin in „ihrer“ Prüfung. In die Freudentränen mischte sich aber ein wenig Abschiedsschmerz, waren die Ritte in Hannover doch einer der letzten öffentlichen Auftritte Satchmos, der am 19. November in Stuttgart aus dem Sport verabschiedet wird. „Er war wieder einsame Spitze und hat gezeigt, was noch alles in ihm steckt“, schwärmte Winter-Schulze. Und auch Werth zeigte sich glücklich: „Satchmo ging hier wirklich super, vor allem die Kür hat noch einmal richtig Spaß gemacht“, sagte die 42-Jährige über das Pferd, dem sie einige Medaillen zu verdanken hat. Den 2. Platz im Grand Prix sicherte sich der Osnabrücker Johannes Augustin mit Norblin (70,14), Dritte wurde Marion Engelen auf Diego (68,23).

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Spannend war es aber nicht nur bei den Großen der Dressur, auch der „Wettkampf der Bezirksverbände“ wartete mit Überraschungen auf: Erstmals seit 2001, dem German-Classics-Start in Hannover, gab es in der M-Dressur-Kür einen neuen Sieger. Das Team Hannover Nord um Katrin Eschenhorst schaffte es mit einem Ergebnis von 33,2 Punkten auf Platz 1. Anja Kreitel-Haberhauffe auf Rose Noir, Melanie Wiebe auf Satchmo, Silke Müller auf Carino Amico und Katrin Berning auf Farley blieben dort vorn aber nicht allein. Favorit Hannover Süd um Fritz FrickeThomas Scholz auf Rubianus, Leonie Bramall auf D’accord De, Iris Schemikowski auf Grossos Granit und Wolfhard Witte auf Dancier – erreichte ebenfalls 33,2 Punkte und musste damit erstmals auf seinem Thron ein wenig Platz machen.

Von Sophie Hilgenstock